Bevenser FDP kritisiert geplante Parkraumbewirtschaftung

„Touristen-Abzocke“

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Noch mehr Parkscheinautomaten in Bad Bevensen? Daran scheiden sich zurzeit die Geister.

ib Bad Bevensen. „Mit Erschrecken“ hat die FDP Bevensen das neue Parkraumbewirtschaftungskonzept der Stadt zu Kenntnis genommen, wie deren Vorsitzender Léonard Hyfing gegenüber der AZ feststellt.

Aus Sicht der Bevenser Freidemokraten führe das Konzept, das Parkgebühren auf so gut wie jedem Parkplatz in Innenstadtnähe vorsieht, zu einer Schwächung der Innenstadt.

„Durch neu eingeführte Parkgebühren erwirkt eine auf Tourismus ausgelegte Stadt das Gegenteil des Erwünschten“, befürchtet Hyfing. Theoretisch können 109 000 Euro mehr eingenommen werden, sagt er, es ist jedoch fraglich, ob die Bürger dann nicht auf andere Parkflächen, wie die der Supermärkte ausweichen. „Für uns als FDP kann es keine Lösung sein, mehr Parkgebühren zu erheben um den Haushalt zu stärken, denn in dieser Rechnung sind weder die Einbußen der Geschäfte vor Ort, noch die Kosten der Parkraumbewirtschaftung eingeplant.“

Besonders stelle sich die Frage, wie viel die Parkraumbewirtschaftung kosten wird. Denn um die großflächigen Parkplätze zu kontrollieren, müsse das Personal des Ordnungsamtes aufgestockt werden. Hyfing: „Für uns ist klar, dass finanziell nicht viel für die Stadt übrig bleiben wird. Die Abschreckung durch die Parkgebühren und der Imageverlust als Touristen-Abzocker zu gelten, stellt für Bad Bevensen ein viel größeres Problem dar, als die minimalen Mehreinnahmen.“

Für die FDP sei das Konzept „der nächste Beweis dafür, dass besonders die SPD auf die Abzocke der Bürger setzt. Dies war auch bei anderen Angelegenheiten – wie zum Beispiel Blitzer als Einnahmequellen ohne Sicherheitsbegründung – erkennbar.“ Und der FDP-Mann setzt noch einen drauf: „Ich kann mir gut vorstellen, dass viele im Stadtrat in Bad Bevensen noch von Zeiten wie im Mittelalter träumen, als jedes kleine Fürstentum noch Zölle für die Durchquerung erheben konnte.“

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