Kurbahn-Betreiber hofft auf Geld von der Stadt / Erweiterung des Liniennetzes nicht in Sicht

Thermelinchen schreibt rote Zahlen

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Sorge um die Kurbahn: Die Personal- und Benzinkosten sind so stark gestiegen, dass die finanzielle Entschädigung der Stadt nicht mehr ausreicht.

Bad Bevensen. 25 Kilometer pro Stunde – schneller fährt Bad Bevensens Kurbahn, die von Einwohnern und Gästen der Stadt „Thermelinchen“ genannt wird, nicht. Auf zwei Linien fährt sie derzeit durch Bad Bevensen.

In welchem Umfang und zu welchen Konditionen sie künftig ihre Runden dreht, ist ungewiss. Denn während Einwohner der Kurstadt per Unterschriftenliste eine Ausdehnung des Streckennetzes fordern (AZ berichtete), kämpfen die Betreiber schon heute mit roten Zahlen.

„Alleine über den Kurbeitrag ist das nicht finanzierbar“, sagt Ulf Tillmann von „Paul-Schulze-Autobusbetrieb GmbH“. Das Uelzener Unternehmen betreibt seit April 2010 die Bad Bevenser Kurbahn. Personalkosten und auch Benzinkosten seien erheblich gestiegen. Über die Beträge, die von Seiten der Stadt ins Thermelinchen fließen, lasse sich der Aufwand nicht mehr finanzieren. „Es sind unter anderem erhebliche Mehrkosten dadurch entstanden, dass immer sichergestellt werden muss, dass Rollatoren und Rollstuhlfahrer transportiert werden können. Das bedeutet einen erhöhten Personalbedarf“, erklärt Stadtdirektor Hans-Jürgen Kammer auf Nachfrage der AZ.

Von Wiebke Brütt

Alles zu Thermelinchen lesen Sie am Donnerstag in der AZ.

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