Stadt und Kur GmbH vereinbaren: Der Eingang soll unverzüglich aufgewertet werden

Therme Bad Bevensen: Kurzer Prozess für Plastikfolie

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Die grüne Plane hängt seit zwei Jahren am Gebäude der Jod-Sole-Therme – ein unansehnlicher Bereich, der nun schleunigst verschwinden soll. Stadt und Kurgesellschaft haben sich jetzt auf eine schnelle Lösung verständigt.

Bad Bevensen. Seit dem Abriss des alten Kurhauses vor zwei Jahren flattert die grüne Plane. Durch das Kappen des Verbindungsgangs zwischen damaligem Kurhaus und dem Gebäude der Jod-Sole-Therme war ein Loch in der Wand des sogenannten Kurgastbegegnungszentrums entstanden, das zunächst provisorisch mit besagter Plastikfolie geschlossen wurde.

Dieser Zustand soll nun schleunigst behoben werden – darauf haben sich die Stadt Bad Bevensen als Eigentümerin des Kurhausgrundstücks und die Kur GmbH als Eignerin der Jod-Sole-Therme verständigt.

Der Rat der Stadt Bad Bevensen hat in seiner jüngsten Sitzung einer Vereinbarung zugestimmt, wonach das Loch in der „Glasfassade der Therme unverzüglich passend in bestehender Optik“ zu schließen sei. Sollten diese Arbeiten weniger als 120 000 Euro kosten, wird die Stadt den Differenzbetrag an die Kur GmbH zahlen, damit diese den Eingangsbereich der Therme neu gestalten kann. Außerdem soll die Stadt Bad Bevensen der Kurgesellschaft weitere 30 000 Euro für die Schaffung einer barrierefreien Zuwegung zahlen.

Mit dem Kauf des Kurhausgrundstücks von der Kur GmbH hatte sich die Stadt Bad Bevensen bereits 2014 dazu verpflichtet, das entstandene Loch in der Wand zu schließen. Der Investor eines Thermenhotels solle außerdem einen barrierefreien Verbindungsgang zwischen Kurhaus und Therme herstellen. Im Juni vergangen Jahres wurde diese Vereinbarung jedoch das erste Mal geändert: Die Stadt Bad Bevensen solle unverzüglich auf eigene Kosten eine durchgängige Glasfassade schaffen – samt Treppe, Rampe und Eingang inklusive innen liegendem Windfang und Automatiktüren. Inzwischen ist nun auch diese Vereinbarung Makulatur.

„Es ging darum, jetzt schnellstmöglich eine Lösung zu finden und den optischen Eindruck umgehend zu verbessern“, erklärt Jörn Nolting, Sprecher der Stadt Bad Bevensen, auf AZ-Nachfrage dazu. Denn bis zur Fertigstellung eines Thermenhotels, das zwischen dem neuen Kurhaus und der Therme geplant ist, wolle man nicht warten. Wie berichtet, wird zurzeit der sogenannte Anhandgabevertrag für die Investorengruppe Thieme aus Uelzen ausgearbeitet, der eine Art Vorentscheidung für den Bau eines Thermenhotels bedeutet. Der Thieme-Entwurf hatte sich in einem Votum der Stadtpolitik Anfang April gegen zwei weitere Mitbewerber durchgesetzt, und soll nun in den nächsten Monaten konkretisiert werden.

Von Ines Bräutigam

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