Wer zu dicht an den Schienen steht, muss weichen – Bahn lässt Bäume bei Melzingen abholzen

Dem Sturm zuvorkommen: Kahlschlag an den Gleisen

Alle 10 bis 15 Jahre muss die Vegetation an den Bahngleisen zurückgeschnitten werden. Foto: Ph. Schulze

Melzingen. Bahnfahrer werden sich sicher bereits gewundert haben. An den Gleisen zwischen Ebstorf und Munster wurden Bäume gefällt und zurückgeschnitten – und das massenhaft.

Doch für den Kahlschlag gibt es eine logische Erklärung: Aus Sicherheitsgründen mussten die Gehölze weichen. „Diese Vegetationsrückschnitt-Arbeiten führen wir regelmäßig alle 10 bis 15 Jahre in Gebieten durch, bei denen potenziell eine Gefährdung besteht“, erklärt Egbert Meyer-Lovis, Pressesprecher der Bahn. „Natürlich beauftragen wir die Firmen nur, Bäume zu fällen, die auf dem Grund der Bahn stehen. “.

Wenn Bäume dicht an den Bahngleisen stehen – so wie es auf der Strecke zwischen Ebstorf und Munster teilweise der Fall ist – können sie bei Sturm Oberleitungen beschädigen oder auf die Gleise stürzen. In diesem Jahr haben Bahnfahrer bereits mehrfach die Auswirkungen solcher Störfaktoren auf den Gleisen zu spüren bekommen. So haben Bäume im Schienennetz im Juni zu Störungen im Bahnverkehr geführt. Die Strecke zwischen Uelzen und Hamburg war über Stunden gesperrt. Pendler mussten Verspätungen und Schienenersatzverkehr in Kauf nehmen (die AZ berichtete). Die Bäume, die bei Melzingen gefällt worden sind, wurden vor Ort zerlegt und abtransportiert.

Von Wiebke Brütt

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