Ein Stahl-Koloss am Kurhaus

Mit dem 55 Meter langen Ausleger wird der Kran über das gesamte Kurhaus hinweg arbeiten.

Bad Bevensen - Von Ines Bräutigam . Ein tonnenschwerer Kran hat seinen Posten am Kurhaus in Bad Bevensen bezogen. Das 35 Meter hohe Gerät wird bis Mitte nächsten Jahres dafür sorgen, dass der Umbau des großen Therapiebeckens und des Hallenbades reibungslos über die Bühne geht. „Der Kran“, erklärt Gerald Oelfke von der Bevenser Kurgesellschaft, „ist vor allem für das Heben schwerer Lasten da.“

Und derer gibt es viele, wie man beim Anblick des Hallenbadbaus unschwer erkennt. So muss die Attika – sie bestehen aus den auf das Gebäude gesetzten Betonplatten – entfernt werden. Der Kran, der an der Dahlenburger Straße steht, wird mit seinem 55 Meter langen Ausleger über das gesamte Kurhaus hinweg diese Arbeiten erledigen. Die gesamte Fassade, die von der Kurparkseite nicht erreichbar ist, soll ebenfalls per Kran ausschweben.

Später, so Oelfke, braucht man das Gerät dann wieder für den Aufbau des neuen Gebäudes, für den Transport von Lüftungsgeräten. „Der Kran wird nicht jeden Tag im Einsatz sein, aber bis Mitte 2011 immer wieder.“

Über schwere Stahlplatten haben Baufahrzeuge die Einzelteile des Krans in die Nähe des Kurhauses gefahren, um die Bepflanzungen und den Untergrund zu schützen. Ab heute wird der Bauzaun, der die Arbeiten schützte, auch wieder abgebaut sein. Der rückseitige Eingang des Kurhauses ist damit wieder ohne Behinderungen erreichbar. Lediglich der Kran selbst wird noch von einem hohen Zaun umgeben sein.

Indes schreitet bereits der Abriss des großen Therapiebeckens voran. Da sich bereits Missverständnisse verbreitet haben, betont Gerald Oelfke: „Es geht jetzt noch nicht um das Hallenbad, sondern um das Therapiebecken.“ Der Betrieb im Hallenbad läuft uneingeschränkt weiter.

Erst im Januar kommenden Jahres wird der zweite Abschnitt, nämlich die Erneuerung des Hallenbades in Angriff genommen. Dieser Bauabschnitt soll im September 2011 in Betrieb gehen. Abschließend soll der zurzeit nicht genutzte Innenhof auf Höhe des Eingangsbereiches zur Therme in das Foyer integriert werden und den Gästen einen Blick in das Hallenbad ermöglichen.

Wie berichtet, wird der Hallenbadbereich für insgesamt 10,1 Millionen Euro rundum erneuert. Die Kurgesellschaft erhält Zuschüsse von 4,7 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und 1,53 Millionen Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GA). Unter anderem soll der Charme der 70er Jahre durch Attraktionen wie Champagnersprudel, Sprudel-Sitznischen und -liegen, eine Sprudelstange, Bodensprudler und Massagedüsen ersetzt werden.

Während der gesamten Bauphase läuft der Badebetrieb in der Jod-Sole-Therme mit nur wenigen Einschränkungen weiter. Die Außenbecken, der gesamte Saunabereich und das Spa & Vital Center sind von diesen Modernisierungsmaßnahmen nicht betroffen und können in gewohnter Weise genutzt werden.

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