Der Rat Bad Bevensen verabschiedet Haushaltsplan 2013 / Kritische Töne aus der Opposition

Stadt macht 881 500 Euro Minus

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Kritik am Rathaus: Die BfB mahnte an, dass im Haushaltsplanentwurf die Eröffnungsbilanz fehle. Ein Versäumnis, das laut Stadtdirektor Hans-Jürgen Kammer landkreisweit fast alle Kommunen nach der Umstellung auf das Rechnungssystem Doppik haben.

Bad Bevensen. Die Kurstadt schreibt weiterhin rote Zahlen: Bei Ausgaben in Höhe von 10 820 100 Euro, die 9 938 600 Euro Einnahmen gegenüberstehen, rechnet Bad Bevensen mit einem Fehlbetrag von 881 500 Euro im Jahr 2013 – mehr als 160 000 Euro höher als noch im vergangenen Jahr.

So sieht es der Haushaltsplanentwurf vor, der am Dienstagabend mehrheitlich beschlossen wurde. CDU und Bürger für Bad Bevensen (BfB) lehnten das Zahlenwerk ab. Die Gruppe aus SPD, WBB und Grünen hakte den Etat mit einigen aus ihren Reihen beantragten Änderungen ab. Dieter Müller (RRP) hob für das Zahlenwerk die Hand.

„Der Ausgleich aus eigener Kraft ist nahezu unmöglich“, mahnte Stadtdirektor Hans-Jürgen Kammer. Trotz Einsparungen und Mehreinnahmen– beispielsweise durch die Erhöhung von Parkgebühren und bei der Gewerbesteuer – hat sich das Defizit der Stadt erhöht. Gründe hierfür sieht Kammer unter anderem in den Abführungen, die die Stadt an Kreis und Samtgemeinde leisten muss. „Besonders bei der Kreisumlage muss etwas passieren.“ Sie sei überdurchschnittlich hoch.

Von Wiebke Brütt

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