Werbeflächen im Gespräch

Solarbahn: Bad Bevensen Marketing GmbH und Betreiber loten Möglichkeiten eines Weiterbetriebs aus

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Ob die Solarbahn auch nach dem 31. Mai 2016 noch durch Bad Bevensen fahren wird, hängt an derzeitigen Verhandlungen.

Bad Bevensen. Die Zukunft der Solarbahn in Bad Bevensen ist ungewiss. Zurzeit wird sie durch einen jährlichen Zuschuss von 120 000 Euro durch die Bad Bevensen Marketing GmbH (BBM) finanziert.

Der Vertrag zwischen BBM und Solarbahn-Betreiber Andreas Gensch läuft allerdings zum 31. Mai 2016 aus. Und weil auch die Stadt Bad Bevensen, wie berichtet, erklärt hatte, den Betrieb der Solarbahn nicht übernehmen zu wollen, loten BBM und Gensch derzeit aus, wie ein Weiterbetrieb realisiert werden könnte.

Zumindest aus Sicht der BBM gibt es da noch Hürden zu nehmen. So setze eine Vertragsverlängerung mit dem Solarbahn-Betreiber laut gesetzlichen Bestimmungen dringend eine europaweite Ausschreibung voraus.

Außerdem war der Kurbeitrag, den alle Urlauber der Stadt zu zahlen haben, einst um 30 Cent erhöht worden, um die Kurbahn zu finanzieren. Aus der Politik wurde bereits Kritik laut, dass nun geplante Einsparungen bei der Kurbahn nicht vereinbar mit dieser Erhöhung seien. Auch Bad Bevensens Bürgermeister Martin Feller hatte solches Vorhaben, wie berichtet, als „fahrlässig“ bezeichnet.

BBM-Interimsgeschäftsführer Björn Eichner sagt dazu auf AZ-Nachfrage, dass sich die Höhe der Kurtaxe aus einer vorgeschriebenen Gesamtkalkulation ergebe, in die alle deckungsfähigen Kosten, zum Beispiel auch die für das neue Kurhaus, einzubeziehen seien. „Dass es wichtig ist, dem Gast für die Kurtaxe möglichst viele Leistungen zu bieten, wie unter anderem auch die Kurbahn, darüber sind sich sicher alle Beteiligten einig“, so Eichner. Aktuell beträgt der Kurbeitrag in Bad Bevensen von April bis Oktober 3 Euro pro Person, in den Monaten November bis März 2,70 Euro.

Doch wie könnte ein Fortbestand der Solarbahn in Bad Bevensen künftig finanziert und damit gesichert werden? Aus Sicht der BBM wäre eine Bannerwerbung auf der Bahn eine Option. „Die Bahn bietet in der Tat Fläche für Werbung“, meint Björn Eichner. „Für die BBM ist das eine denkbare und attraktive Werbeform. Für den Bahnbetreiber wäre es eine mögliche Einnahmequelle.“ Sehr gute Beispiele für Bus- und Bahnwerbung fänden sich in vielen anderen Städten, die ähnliche Angebote wie die Kurbahn vorhielten, sagte Eichner.

Lesen Sie einen weiteren Artikel dazu dazu im E-Paper und in der Printausgabe der AZ.

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