Natendorfer beklagen mangelhafte Straßenreinigung

„Sieht da aus wie verlottert!“

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Aus der gepflasterten Ortsdurchfahrt in Natendorf sprießt das Grün – sehr zum Leidwesen von Bürgern und Bürgermeister, die eine mangelhafte Straßenreinigung ausgemacht haben.

Natendorf. Hans-Wilhelm Schröder steigt die Zornesröte ins Gesicht, als er den Mitgliedern des Samtgemeinderats Bevensen-Ebstorf von den Zuständen in Natendorfs Ortsdurchfahrt berichtet.

Hans-Wilhelm Schröder

„Da wachsen die Gräser 30 Zentimeter hoch aus der Straße“, wettert der Bügermeister des Ortes. Ein Zustand, für den er die mangelhafte Straßenreinigung verantwortlich macht. Und für die Straßenreinigung ist die Samtgemeinde zuständig.

Durch Löwenzahn, Gras und Wegerich würden die Steine der Fahrbahn gelöst, schimpft Hans-Wilhelm Schröder und erinnert daran, dass es irgendwann einmal die Idee gegeben habe, ein Gerät anzuschaffen, dass das Grünzeug mit 800 Grad heißem Dampf vergräme. Doch im Einsatz sei lediglich ein Reinigungswagen mit Bürstenaufsatz. „Und der kriegt die Gräser nicht raus“, hat Schröder beobachtet.

Was ihm besonders stinkt: Er werde von den Natendorfer Bürgern auf die Situation angesprochen – schließlich habe er ja nach der Fusion der ehemaligen Samtemeinden Bevensen und Altes Amt Ebstorf für eine gemeinsame Straßenreinigungssatzung die Hand gehoben. Mit dem jetzigen Ergebnis. „Vorher war unser Dorf sauber“, betont der Bürgermeister. „Jetzt sieht das da aus wie verlottert!“

Für Schröder steht fest: „Es muss da was passieren!“ Roland Klewwe, Bauamtsleiter der Samtgemeinde, gibt derweil zu bedenken, dass der starke Pflanzenwuchs mit der derzeitigen Witterung zusammenhänge, und die Reinigungsintervalle auf den Dörfern zugegebenermaßen relativ groß seien. Sollte man sich aber für kürzeren Reinigungsabständen entscheiden, werde sich das auch auf die Anliegerbeiträge auswirken.

Natendorfs Bürgermeister warnt davor, dass die Stimmung in seinem Dorf bald kippt: Man werde möglicherweise Unterschriften sammeln und/oder die Gebührenzahlungen einstellen, wenn sich die Situation nicht bessere. Die Verwaltung wolle sich nun des Problems annehmen.

Von Ines Bräutigam

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