Gemeinde lotet Möglichkeiten für Wohnkonzepte im Alter aus / Grundstück wäre vorhanden

Seniorenanlage für Himbergen?

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Enormes Interesse: Etwa 70 Bürger aus der Gemeinde Himbergen waren zu der Informationsveranstaltung zum Thema „Wohnen im Alter“ gekommen.

nk/ib Himbergen. „Wir haben mit dem Bau des Kindergartens und der Krippe viel für junge Familien getan. Nun ist es wichtig, den älteren Bürgern die Möglichkeit anzubieten, so lange wie möglich vor Ort zu bleiben. “.

Mit diesen Worten begrüßte Bürgermeister Jürgen Hinrichs mehr als 70 Einwohner der Gemeinde zu einer Informationsveranstaltung über betreutes Wohnen und Tagespflege in Himbergen. Ziel der Veranstaltung war es, zu erfahren, was die Gemeinde dazu beitragen kann, den Wunsch, im Alter vor Ort zu bleiben, zu verwirklichen.

Viele Fragen und Sorgen wirft für ältere Menschen der große Schritt hin zum betreuten, barrierefreien Wohnen auf, wenn sie sich „verkleinern“. Wie kann dann die Versorgung gestaltet werden? Ausführlich informierte Dirk Ammann von der Häuslichen Kranken- und Altenpflege aus Himbergen über derzeitige Pflegesätze und Änderungen ab 1. Januar 2017. Doch wie könnte ein Versorgungskonzept in Himbergen realisiert werden?

Dirk Ammann, Jürgen Hinrichs und Manfred Preuß (von links) hatten eingeladen.

Dazu hatte Bürgermeister Hinrichs Manfred Preuß aus Verden eingeladen. Er ist kein Unbekannter in der Gemeinde, denn Preuß kam 1946 nach Strothe, besuchte die Schule im Ort und in Groß Thondorf. Durch Zufall kam er jüngst mit Himbergens Bürgermeister ins Gespräch über Seniorenbetreuung – Preuß baut und betreibt mit seinem Schwiegersohn Seniorenanlagen. Ein Projekt, das auch in Himbergen greifen könnte, sagt er. Für eine Anlage in Himbergen könnte die Gemeinde ein Grundstück zur Verfügung stellen, auf dem sechs bis acht Wohnungen planbar wären. Die älteren Menschen blieben somit integriert, so Hinrichs. In Himbergen wäre ein generationenübergreifendes Wohnen auf dem Gelände die optimale Lösung. Angedacht, so der Bürgermeister, sei eine etwa 3000 Quadratmeter große Fläche zwischen der Dahlenburger Straße und Zum Botterbusch. „Die Fläche ist zwar nich Eigentum der Gemeinde“, sagt er auf Nachfrage der AZ, „steht aber wahrscheinlich zur Verfügung.“

Das Interesse, das zeigte sich durch viele Fragen in der Diskussion ist groß. Wichtig war für die Himberger besonders eine Frage: Wo kann man so ein Objekt besichtigen? Manfred Preuß lud dazu ein, nach Verden zu kommen. Jürgen Hinrichs war von der Resonanz aus der Bevölkerung überwaltigt: „Jetzt müssen wir schnell vorankommen“, sagt er, „und das Eisen schmieden, so lange es noch heiß ist.“

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