Harte Riffs auf der Wiese

Seedorf Open Air am 16. Juli mit „Cripper“ aus Hannover

+
Gute Stimmung herrschte schon beim Seedorf Open Air im vergangenen Jahr.

Seedorf. Eigentlich hört Andrea Elbl privat lieber Jan Delay, wenn aber das Seedorf Open Air ansteht, hört sie nur noch Metal und Rock.

Die Band „Cripper“ aus Hannover ist Header des nächsten Seedorf Open Airs.

490 Bewerbungsvideos von Bands aus ganz Europa hat die Sprecherin des Vereins Seedorf Open Air zusammen mit ihrem Lebensgefährten, dem Vereinsvorsitzenden Olaf Laskiwitz, gesichtet. Am Sonnabend, 16. Juli, steigt wieder auf einer Wiese in der Nähe des Ortes das Seedorf Open Air. Insgesamt sieben Bands treten dort auf. Header der Veranstaltung ist „Cripper“ aus Hannover. „Die Vorbereitung ist alles“, sagt Andrea Elbl. Bei 500 bis 600 Zuschauern müssten die 52 ehrenamtlichen Vereinsmitglieder die letzten Wochen vor Beginn alle mit anpacken. Sie selbst sei mehrere Stunden am Tag mit dem Open Air beschäftigt, gestalte Banner oder plakatiere. „Wenn das Open Air dann steigt, macht das ganze Dorf mit. Ob fünf oder über 70 Jahre - die Seedorfer kommen, um zu feiern“, sagt Andrea Elbl.

Doch schon im Winter beginnt die Arbeit. Nach dem Sichten der 490 Bewerbungsvideos – in diesem Jahr bewarb sich auch eine Band aus Transsilvanien – erstellen Andrea Elbl und Olaf Laskiwitz eine Shortlist von rund 50 Bands. Aus denen wählen die 52 Vereinsmitglieder ihre Favoriten aus. Dann geht es ans Verhandeln und Buchen der Bands. „Wichtig ist es, die richtige Mischung aus Metal und Rock zu finden“, so Andrea Elbl. Das entscheide über den Erfolg der Veranstaltung.

Weiter wachsen soll das Open Air aber nicht. „Wir machen das alles nebenberuflich und wir wollen auch selbst noch was von der Musik haben“, sagt die Rechtsanwältin. „Wir wollen nicht kommerziell sein, sondern familiär.“

Neben „Cripper“, treten noch folgende Bands auf: „Anemoi“ mit melodische Vocals, die auf heavy Riffs, sphärische Gitarrenklänge, tighte Drums und groovige Basslines treffen. „DoubleMe“ aus Hamburg spielt eine Mischung aus Rock-, Grunge-, und Alternativeelementen. „Down by Contact!“kommt nach Seedorf, die Band lässt sich in keine Schublade stecken. Modern Metal aus Franken liefert „Dieversity!“ „Taina“ aus Bremen hingegen Industrial Rock.

Außerdem tritt mit „The Beautiful Masquerade“ eine Nachwuchsband aus Uelzen auf. Die fünkfköpfige Truppe spielt Metalcore/Death Metal. Sie liefert dynamisch schnelle Musik. Der Auftritt einer Band aus der Region gehöre zum Konzept, erklärt Andrea Elbl. So würden sie die Möglichkeit erhalten, erste Erfahrungen auf größeren Bühnen zu sammeln. Andrea Ebls Engagement für das Seedorf Open Air ist aber nicht ganz uneigennützig: „Ich war früher viel auf Festivals unterwegs. Aber mit über 50 hol ich mir die Musik lieber nach Seedorf“, sagt sie. Weitere Infos zum Seedorf Open Air gibt es unter www.oas-seedorf.de.

Von Lars Lohmann

Kommentare