Schlusspunkt für die BankArt

Die Herz-Bank am Rande des Kurparks an der Brückenstraße ist eine von ganz wenigen Bänken, die dem Bad Bevenser Stadtbild erhalten bleiben – alle anderen Kunstbänke werden ab morgen verschwunden sein.

Bad Bevensen - Von Ines Bräutigam. Der letzte verkaufsoffene Sonntag für dieses Jahr wird morgen mit einem großen Paukenschlag einher gehen: Die Kunstaktion „BankArt“, die Anfang Mai begonnen hatte, findet morgen nämlich ihren fulminanten Schlusspunkt. Von 13 bis 17 Uhr werden auf dem Bad Bevenser Kirchplatz einige der insgesamt 96 Kunstbänke, die in den vergangenen Monaten das Bad Bevenser Stadtbild farbenfroher gestaltet haben, zu Gunsten sozialer Einrichtungen meistbietend versteigert.

Um 14, 15 und um 16 Uhr werden die Auktionen beginnen, bei denen jeder mitbieten kann. Die Erlöse aus den Versteigerungen stellen die Bank-Sponsoren unter anderem dem Kinderschutzbund, dem Jugendzentrum, der Jugendfeuerwehr, den Kindergärten und der Berufsfachschule für Ergotherapie zur Verfügung. „Wer Angst hat, dass er eine Bank nicht transportieren kann, sollte sich vom Mitbieten nicht abhalten lassen“, motiviert Stadtmanager und „BankArt“-Vater Gerhard Kreutz, „die Bänke müssen natürlich nicht sofort mitgenommen werden.“

Sabine Schulz von der Samtgemeindeverwaltung, Gerhard Kreutz und Bürgermeister Bruno Losiak werden die Versteigerungsshow moderieren, es gibt Anekdoten und Hintergrundinformationen zu manchen Bänken und vor allem eine fröhliche Abschiedsstimmung.

Alle 96 BankArt-Bänke werden morgen vollständig auf dem Bevenser Kirchplatz zusammengestellt sein und die Kulisse für die große Abschlussveranstaltung bilden. Neben den Versteigerungen im Stundentakt werden manche Bank-Sponsoren und andere Akteure für ein Rahmenprogramm sorgen.

So backen unter anderem die Pfadfinder Stockbrot, die Schützen sind ebenso mit von der Partie wie die Mitglieder des Kneipp-Vereins und laden zu Information und/oder Aktivität ein. Um 17 Uhr soll dann die letzte von voraussichtlich acht zu versteigernden Bänken – vielleicht werden es ja aber auch mehr – unter den Hammer gekommen sein. Damit ist die BankArt dann endgültig Geschichte.

Mit dem Ende der Aktion werden alle Kunstbänke aus der Stadt verschwinden. Fast alle – denn die Herzbank am Rande des Kurparks zum Beispiel wird der Stadt erhalten bleiben. Fast 100 Schnappschlösser haben Menschen bereits an das herzförmige Bank-Gitter angeschlossen und die passenden Schlüssel dazu im Inneren der Bank versenkt. Wer eine Herzensangelegenheit los werden oder einen Herzenswunsch erfüllt bekommen möchte, wird also auch weiterhin bei dieser Bank eine Anlaufstelle finden.

„Ich habe schon ein paar ‘böse’ Mails bekommen, dass ansonsten alle Bänke eingesammelt werden sollen. Viele Leute wollen die Bänke für das Stadtbild erhalten“, verrät Kreutz. Aber wer ihn kennt, ahnt wohl, dass er für das kommende Jahr schon an der nächsten Aktion feilt...

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