Was wollen die Eltern?

Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf verschickt Fragebögen zu Ganztagsschulen

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Diesen Fragebogen werden Eltern in der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf bald ausfüllen können.

Bad Bevensen/Ebstorf. Immer mehr Familien brauchen auch nachmittags Betreuung durch Ganztagsschulen für die Kinder, da Mutter und Vater beide berufstätig sind.

Doch wie hoch ist der Bedarf in der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf? Um das herauszufinden, hat der Schulausschuss jetzt beschlossen, einen Fragebogen an die Eltern von Kindergarten- und Grundschulkindern zu verteilen. Gleichzeitig sollen Arbeitskreise für die fünf Grundschulen der Samtgemeinde in Bad Bevensen, Ebstorf, Wriedel, Altenmedingen und Himbergen gebildet werden, die die Planungen individuell auf die Bedürfnisse der Eltern vor Ort abstimmen sollen.

„Wir brauchen nicht das Rad neu erfinden, sondern müssen erst mal herausfinden, ob die Eltern einen Ganztagsbetrieb wollen“, erklärte Friederike Hein, Schulleiterin der Waldschule Bad Bevensen. Erst dann könne man konkretere Pläne schmieden. Daher sei es auch wichtig, den Fragebogen inhaltlich nicht zu überfrachten, weil sonst zu wenige Eltern antworten würden. Vor allem bei den jetzigen Kindergartenkindern zeige sich aber, dass es einen Trend zu längeren Betreuungszeiten gebe. „Daher müssen wir jetzt handeln“, sagte Hein. Von den Antworten hänge das weitere Vorgehen ab, erklärte Bevensen-Ebstorfs Ordnungsamtsleiter Lothar Jessel.

Genaueres wird dann in Arbeitskreisen geplant. Dort sitzen jeweils ein Mitglied pro Ratsgruppe, der jeweilige Schulleiter sowie ein Elternvertreter. Die Verwaltung wird durch Lothar Jessel und Bauamtsleiter Roland Klewwe vertreten. In den Gremien wird für die jeweilige Schule der Raumbedarf ermittelt, welche Baumaßnahmen für einen Ganztagsbetrieb nötig sind und welche Art von Ganztagsschule betrieben werden soll. „Für diese Planungen sind wir aber auch auf externe Fachleute angewiesen“, sagte Thomas Gudella, Leiter der Mauritiusschule in Ebstorf. Ansonsten könne es sein, dass etwas geplant werde, was gar nicht umgesetzt werden kann. Für diesen Experten-Rat sind für 2016 und 2017 jeweils 100 000 Euro vorgesehen, zum Beispiel für Architekten, die Baumaßnahmen planen.

Eines ist nämlich jetzt schon klar: Für einen Ganztagsschulbetrieb werden die Schulen umbauen müssen. „In den jetzt vorhandenen Räumen können wir keine Ganztagsschule betreiben“, betonte Gudella. Man müsse bestimmte Kriterien erfüllen, etwa Räume für Bewegung, Ruhe und Essen. Dafür habe die Mauritiusschule keinen Platz. Für Baumaßnahmen sind daher für 2017 und 2018 eine Million Euro vorgesehen. Die Hälfte davon kann bereits 2016 verwendet werden.

Von Lars Lohmann

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