Nach Trennung der Gruppe: Bad Bevenser Wählergemeinschaft und Grüne votieren gegen Mehrheit

Rote Karte für Baupläne

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Als „Filetstück“ für barrierefreies Wohnen bezeichnen die Grünen der Kurstadt das Grundstück „Hahnemühle“. Sie wollen nicht, dass dort ein Discounter entsteht.

Bad Bevensen. Die neuen Mehrheitsverhältnisse im Stadtrat Bad Bevensens machen sich bemerkbar – und zwar nach der Positionierung Bad Bevensens zur Autobahn 39, die zur Trennung der bisherigen Mehrheitsgruppe aus SPD, Wählergemeinschaft Bad Bevensen (WBB) und Grünen geführt hat, bei der Abstimmung zu Bauvorhaben.

So haben WBB und Grüne während der jüngsten Stadtratssitzung gegen die 16-köpfige Mehrheit und somit gegen den Ankauf von etwa 100 neuen Bauplätzen in der Hese gestimmt.

Die neuen Bauflächen sollen laut Bauamtsleiter Roland Klewwe angrenzend an den Wohnmobilstellplatz nahe des Elbe-Seiten-Kanals entstehen – eine Ausweitung der Stadtgrenzen, die WBB und Grünen ein Dorn im Auge ist. „Ich halte es für wichtiger, die Innenstadt zu verdichten statt wieder neues Bauland auszuweisen“, begründete WBB-Sprecher Johann-Henrich Vietor das Votum der Wählergemeinschaft. An der Pastorenstraße und am Krummen Arm gebe es bereits positive Beispiele für die Schließung von Baulücken innerhalb der Innenstadt.

Grünen-Sprecher Stephan Kaufmann schlug in die gleiche Kerbe. Er erinnerte an den Vorschlag seiner Partei, ein Leerstandskataster für die Kurstadt einzurichten.

Von Wiebke Brütt

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