Landesbaubehörde signalisiert Planung in 2014 / Bereitgestelltes Geld reicht noch nicht

Röbbeler Radweg rückt näher

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Eine der gefährlichsten Strecken für Radfahrer rund um Bad Bevensen: Die Strecke zwischen Röbbel und der Kurstadt.

Bad Bevensen/Röbbel/Groß Hesebeck. Es kommt Bewegung in die Radwegeplanung der Kurstadt.

Seit mehr als zehn Jahren plant Bad Bevensen eine sichere Fahrradstrecke zwischen Röbbel und der Kurstadt, nun rückt das Ziel näher: Die Landesstraßenbaubehörde hat signalisiert, den Weg 2014 einplanen zu wollen.

„Die Behörde hat in Aussicht gestellt, dass die Kostenbeteiligung des Landes vorraussichtlich möglich ist“, erklärt Bauamtsleiter Roland Klewwe auf AZ-Nachfrage. Damit ist ein wichtiger Stein ins Rollen gebracht. Denn ohne das Land geht an der Landesstraße 252 in Sachen Radweg nichts. Das ist nämlich rechtlich für den Bau von Radwegen an Landessstraßen zuständig und müsste auch 50 Prozent der Gesamtkosten tragen. Die andere Hälfte müssen die betroffenen Gemeinden stemmen – also die Stadt Bad Bevensen. Die hatte vor Jahren bereits Gelder im Haushalt für den Radwegebau bereit gestellt – 100 000 Euro Übertragungen aus vergangenen Jahren stehen auch jetzt noch im Etat der Kurstadt bereit. Das entspreche zwar noch nicht den geforderten 50 Prozent, aber ein Anfang sei gemacht. Konkrete Kosten werden derzeit ermittelt – die vorliegenden Zahlen sind inzwischen veraltet und müssen auf den neuesten Stand gebracht werden, wie Bauamtsleiter Klewwe erklärt.

Inzwischen sind Stadtdirektor Hans-Jürgen Kammer und Bürgermeister Martin Feller aber „guter Hoffnung“. „Zwei Verträge zum Grunderwerb müssen noch geschlossen werden“, betont der Verwaltungschef, das diese Aufgabe von der Stadt fast erledigt sei. Ein weiterer Part der Kommune: Die Planung muss durchgeführt, die Träger öffentlicher Belange müssen einbezogen werden.

Zum Hintergrund: Seit Jahrzehnten befassen sich Bürger, Verwaltung und Politik mit dem Radweg von der Kurstadt über Groß Hesebeck nach Röbbel. Doch der etwa drei Kilometer lange Weg vom Elbe-Seitenkanal bis etwa 100 Meter in den Ort Röbbel hinein hat es in der Prioritätenliste des Landes nie auf einen vorderen Platz geschafft, und die voraussichtlichen 400 000 Euro für den Bau können weder Stadt noch Samtgemeinde allein aufbringen. 100 000 Euro stehen seit etwa eineinhalb Jahren bereit. „Wir hatten den Weg schon in eigener Planung im Haushalt“, erinnert Bad Bevensens Bürgermeister Martin Feller (Grüne). Als Bürgerradweg sollte das Vorhaben vor etwa eineinhalb Jahren umgesetzt werden. Doch das bereitsgestellte Geld reichte für den mit rund 400 000 Euro veranschlagten Bügerradweg nicht – zudem wäre dieser nur durch Eigenleistungen von Bürgern umzusetzen gewesen.

Von Wiebke Brütt

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