Ein Plus fürs Schnuckenfest

Heidschnucken ließen sich bei ihrem Fest in Ruhe besichtigen, dazu gab es Handwerkskunst, Musik und auch eine Olympiade mitten in der Heide zu erleben.

Bad Bevensen - Von Ute Bautsch-Ludolfs. Die zwei Euro Eintritt für die Heidepflege der Kl. Bünstorfer Heide wurden bereitwillig von den Besucherströmen gezahlt, aber ein weiß-rosa-violett-purpur leuchtender großflächiger Farbteppich ist damit nicht zu garantieren, denn es bedarf ausgewogener klimatischer Bedingungen, damit die gemeine Besenheide (Calluna vulgaris) wirklich im üblichen Zeitraum von Anfang August bis Mitte September entsprechend errötet.

Dennoch entwickelte sich das dritte Schnuckenfest, das der Verein Bad Bevenser Heide organisierte, zum Anziehungspunkt. Im Grunde begann es schon am Spätvormittag in der belebten Fußgängerzone in der Stadt. Die munteren Amelinghausener Schrammler spielten vergnügt auf, Damen der Gilde banden Heidekronen und eine ganze Schar junger prächtiger Königinnen flanierte die Lüneburger Straße hoch.

Ab etwa 13 Uhr bevölkerte sich die Kl. Bünstorfer Heide zunehmend. Während die einen den abwechselnden Musikdarbietungen lauschten – oder sich frischen Blechkuchen gönnten, zog es andere zu den Ständen. Sogar zwei Honiganbieter waren vor Ort. „Dieser Heidehonig hier ist geleeartig flüssig und dieser cremeartig fest“, erklärte einer der jungen Herren hinter dem Tresen. Übrigens von französischen Bienen gesammelt.

Ob nun besticktes Leinen, eine regionale Radwanderkarte, bemalte Kacheln, Knabberkekse als Tierleckerlie, das Angebot war groß. Gerne schaute man auch dem Zevener Wanderstabschnitzer über die Schulter und ein paar Meter weiter dem Flötenbauer. Und dann waren sie endlich zu sehen: 250 Heidschnucken, ein paar Ziegen, die gerne Birken und Kiefern verbeißen, die beiden Schäferhündinnen Anja und Jenny samt Schäferin Verena Jahnke aus Eimke, die sich geduldig vielen Fragen stellte. „Gehen die Schnucken nur über die Heide oder wandern die auch in den Pott, und was ist mit dem Fell?“, wollte jemand gleich auf einmal wissen.

Inmitten der Heidefläche hatten Kinder beim Heidschnuckenbasteln mit Stroh und anderen Materialien und beim Punktekampf in der Heide-Olympiade ihren Spaß.

Musik, Kultur, Informationen etwa über Greifvögel, Genuss, Vergnügen oder Begegnungen und Gespräch – das Schnuckenfest 2010 verdient sein Plus.

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