Bad Bevensen diskutiert über den Abschied von Kurgesellschafts-Chef Uwe Winter

Der plötzliche Abgang

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Wohin geht der Weg? Uwe Winter sucht neue berufliche Herausforderungen. Während seiner Zeit in Bevensen war die Umgestaltung der Jod-Sole-Therme (Foto) eines seiner großen Projekte.

Bad Bevensen. Diese Nachricht schlug gestern ein wie eine Bombe: Uwe Winter verlässt die Bevenser Kurgesellschaft (KurGmbH). Zum 31. August wird der Geschäftsführer sein Büro im Kurzentrum räumen.

Die Reaktionen auf die für die meisten überraschende Entscheidung waren gestern in Politik, Wirtschaft und Verwaltung geteilt und zeigen damit vor allem eines: Unumstritten ist der Chef des Bad Bevenser Kurbetriebs nicht.

Das Spektrum reicht von „innovativ“ bis „sprunghaft“, seine Projekte werden in Bevensen geliebt und kritisiert. Bürgermeister Martin Feller (Grüne) hat vor allem anerkennende Worte für Uwe Winter: „Er hat Bevensen ganz klar nach vorne gebracht“, sagt er. „Er hat Thermelinchen nach Bad Bevensen geholt und sie zum ÖPNV gemacht.“ Zudem verweist er auf die vielen Bauprojekte, die Winter seit seinem Start in Bad Bevensen 2009 angepackt hat: So wurde beispielsweise die Jod-Sole-Therme unter seinen Fittichen ausgebaut und modernisiert, derzeit entsteht die neue Salz- und Solewelt als Erweiterung der Therme – Investitionen, die in den vergangenen Jahren nicht überall auf Gegenliebe stießen. Denn trotz der Thermenmodernisierung schreibt die Einrichtung seit Jahren rote Zahlen: 2014 kalkuliert die Gesellschaft mit einem Verlust von rund 1,4 Millionen Euro. 2013 steht ein Minus von 1,5 Millionen Euro Minus, 2012 verzeichnete die Kurgesellschaft ein Defizit von 1,69 Millionen Euro. Das waren, wie berichtet, 270 000 Euro mehr als geplant. Die Verluste werden prozentual auf die Gesellschafter verteilt.

Von Wiebke Brütt

Mehr zum Abgang von Uwe Winter lesen Sie am Freitag in der AZ.

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