Platz machen fürs Rathaus-Team

Das Bevenser Ämterzentrum wird in Kürze umgebaut – die gesamte Rathaus-Mannschaft wird hier einziehen, und auch Verwaltungsmitarbeiter aus Ebstorf werden im Zuge der Fuison hier untergebracht. Foto: Wendlandt

Bad Bevensen. Das Ja-Wort im altehrwürdigen Bürgermeisterzimmer – für viele Paare war das ein unvergesslicher Moment. Doch mit dem Verkauf des Bad Bevenser Rathauses (die AZ berichtete) wird es diese Möglichkeit zum Jahresende nicht mehr geben.

Und das jetzige Trauzimmer im Bevenser Ämterzentrum kann zumindest in Sachen Atmosphäre nicht mithalten. Das aber soll sich ändern: Mit dem Umzug der Rathaus-Mannschaft ins nahe liegende Ämterzentrum soll letzteres auch umgebaut werden – und wird unter anderem ein schickes, großes Trauzimmer im Erdgeschoss erhalten.

Der Samtgemeindeausschuss hat vor einigen Tagen die Aufträge an die Gewerke vergeben. So bald wie möglich sollen die Umbauarbeiten in dem Gebäude an der Lindenstraße 12, das einst die Bevenser Volksschule beherbergte, beginnen. Kostenpunkt: 560 000 Euro, rund 110 000 Euro davon sind Honorare und andere Nebenkosten. Auch die Anpassung der EDV ist enthalten. „Das sind Kosten“, sagt Erster Samtgemeinderat Hans-Jürgen Kammer, „die sowieso hätten aufgewendet werden müssen.“

Die baulichen Veränderungen im Bevenser Ämterzentrum Überblick:

Erdgeschoss: Das Standesamt samt Trauzimmer wird aus dem ersten Stock ins Erdgeschoss verlegt und links des Haupteingangs eingerichtet – dort, wo zurzeit noch ein kleiner Infoschalter und Lagerräume sind. Das neue Trauzimmer wird nicht nur viel größer werden als das jetzige, sondern auch noch einen separaten Eingang erhalten. Die Türen des Haupteinganges werden mit einer Öffnungsautomatik ausgerüstet und damit behindertenfreundlich. Die Räume des Jugendparlamentes im hinteren Bereich des Ämterzentrums erhalten neue Fenster. Bürgerbüro und Ordnungsamt bleiben dort, wo sie sind.

1. Etage: Das Hauptamt zieht vom Rathaus in den ersten Stock des Ämterzentrums. Die dortige Kämmerei wird zum Büro des neuen Samtgemeindebürgermeisters umgebaut. Auf der anderen Seite des Flures, wo derzeit das Standesamt seine Räume hat, wird der Allgemeine Vertreter des Samtgemeindebürgermeisters einziehen. „In diesem Bereich“, so Kammer, „werden Arbeiten an Wänden, Fußböden und Malerarbeiten erforderlich.“

Dachgeschoss: Einen weitaus größeren Eingriff erfordert der Umbau des Dachgeschosses, in dem sich das Bevenser Bauamt befindet. Dieses soll auch hier bleiben, wird aber nach der Fusion zur Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf auch die Bauamtsmitarbeiter aus Ebstorf aufnehmen und damit deutlich vergrößert. Jetzige Lagerräume werden deshalb zu Büroräumen umgebaut und ein neues Aktenarchiv wird eingerichtet. „Dies“, so Kammer, „wird der aufwändigste und damit auch der teuerste Bereich.“ Denn die Statik des alten Schulgebäudes an dieser Stelle ist eine echte Herausforderung für die Planer. Unter anderem müssen Decken verstärkt werden, weil Dachräume genutzt werden sollen, die bislang niemand betreten hat.

Untergeschoss: Die Toilettenräume im Untergeschoss des Ämterzentrums werden verkleinert, weil sie für die tatsächliche Nutzung völlig überdimensioniert sind. Der dadurch entstehende Raum soll künftig als Lager genutzt werden.

Im Zuge der Fusion der Samtgemeinden Bevensen und Altes Amt Ebstorf werden, wie berichtet, die Verwaltungen zusammengeführt. Hauptamt, Ordnungsamt und Bauamt werden in Bad Bevensen untergebracht sein, die Finanzabteilung und ein großzügiges Bürgerbüro werden in Ebstorf vorgehalten. Die einzige Außenstelle der neuen Samtgemeindeverwaltung wird es, wie berichtet, in der Gemeinde Wriedel geben.

Von Ines Bräutigam

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