SPD möchte Wiese nahe dem Lehrbienenstand zur „Hundeauslauffläche“ ausrufen

Bald ohne Leine in Bad Bevensens Innenstadt?

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In der Fußgängerzone und öffentlichen Anlagen der Kurstadt gilt Leinenzwang. Wenn die Idee der SPD umgesetzt wird, könnten Hunde und Herrchen bald auf einer Fläche in der Innenstadt ungezwungen – und ohne Leine – toben können.

Bad Bevensen. Die Sozialdemokraten der Stadt Bad Bevensen sind auf den Hund gekommen: Sie schlagen vor, in der Kurstadt eine „Hundelaufzone“ einzurichten.

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Herrchen und Vierbeiner sollen sich dort ungezwungen treffen und austoben können – ein Angebot, das aus Sicht von Fraktionsvorsitzender Ellen Laas für Einheimische und Kurgäste gleichermaßen interessant sein dürfte: „Alle Hunde können dort zusammen ausgiebig spielen und toben. “ Ein Hundeauslaufplatz sei zudem für Kurgäste mit Hunden ein guter Service, der beworben werden könne. Denn derzeit können Hund und Herrchen nur unter bestimmten Bedingungen leinenlos spazieren.

Im Stadtgebiet Bad Bevensens müssen sie sich beim Gassi gehen an klare Regeln halten – nachzulesen im Paragraph vier der „Verordnung zum Schutz der öffentlichen Sicherheit und Ordnung in der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf“. Demnach müssen Hundehalter ihre Lieblinge in der Fußgängerzone und anderen öffentlichen Anlagen – wie beispielsweise dem Kurpark oder dem Wilhelmsgarten – anleinen. Außerdem gilt bei öffentlichen Veranstaltungen wie dem Stadtfest oder dem Heidekartoffelfest Leinenpflicht. Auf Spiel- und Bolzplätzen sind Hunde gar nicht erwünscht – dort gilt Hundeverbot, teilt Samtgemeinde-Pressesprecher Jörn Nolting auf AZ-Nachfrage mit. „Im restlichen Stadtgebiet müssen die Hunde nicht an der Leine geführt werden. Aber die Halter müssen ihre Tiere natürlich beaufsichtigen“, sagt er.

In Waldgebieten gelten zudem besondere Vorschriften: Während der Brut- und Setzzeit – also vom 1. April bis zum 15. Juli – dürfen Hunde zum Schutz der Wildtiere auf Grünflächen, Wiesen und Feldern sowie in Wäldern inner- und außerorts nicht frei herumlaufen.

Die Hundeauslauffläche, die Ellen Laas und ihren Mitstreitern vorschwebt, würde als solche extra ausgewiesen und demnach eine Ausnahme im gültigen Regelwerk bilden. Vorteile des Modells, das beispielsweise in der Kreisstadt Uelzen bereits umgesetzt wird, liegen für Laas auf der Hand: Das Sozialverhalten der Vierbeiner untereinander würde gefördert, Aggressionen abgebaut. Hunde, die derzeit zum Teil noch im Kurpark ausgeführt werden, würden weniger stören.

Die Anleinpflicht würde für gefährliche Hunde auch in dem Freiluftparadies, das die SPD einrichten möchte, gelten. Ein geeignetes Gelände für den Hundeauslaufplatz wäre nach Ansicht von Ellen Laas die Wiese hinter dem Lehrbienenstand gegenüber der Benecke-Wiese.

Von Wiebke Brütt

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