Neues Becken nimmt Formen an

Das neue Therapiebecken ist bereits betoniert, als nächstes werden eine säurefeste Gummierung und die Fliesen angebracht.

Bad Bevensen -  Von Ines Bräutigam. Mehr als sechs Millionen Euro von insgesamt 10,1 Millionen werden in die Erneuerung der Technik investiert, um künftig Energie zu sparen. Deshalb wird seit März dieses Jahres nicht nur oberhalb der Erdoberfläche im Bad Bevenser Thermalbad kräftig gebaut, sondern auch darunter. In den Technikräumen unter den Becken wird genauso gestemmt, geschraubt und gemauert wie in den Becken selber.

Sichtbar für den Badegast – denn der Betrieb geht trotz der umfangreichen Sanierungsarbeiten weiter – ist zurzeit vor allem das neue Therapiebecken, das bereits in Beton hergestellt wurde. Als nächstes, erklärt der technische Leiter der Bevenser Kurgesellschaft Michael Otto, wird das Becken mit einer sole- und säurefesten Gummierung ausgekleidet und dann gefliest. Mit dem alten Therapiebecken-Bereich hat der neue Raum schon im Rohbau kaum noch etwas gemeinsam: Durch das Abbrechen einiger Wände wurde der Blick zu den Außenbecken und zum Kurpark geöffnet, verschiebbare Glaselemente und eine frischere Fassadengestaltung lassen mehr Licht ins Innere und gewähren mehr Ausblicke ins Freie.

Das Becken wird verschiedene Wasserattraktionen erhalten. Neben einem Champagnersprudel, Bodenblubbern und einer Sprudelplatte gibt es auch künftig in den Rand eingelassene Massagedüsen. Der gesamte Bereich erhält ein neues Lichtkonzept und soll auch künftig schwerpunktmäßig für Gruppentherapien genutzt werden. In der übrigen Zeit ist der neue Bereich für alle Badegäste der Jod-Sole-Therme geöffnet.

Bis zum Jahresende, hofft Michael Otto, soll das neue Therapiebecken fertig sein. Und trotz einer enormen Logistik ist alles absolut im Zeitplan, freut sich auch Uwe Winter, Geschäftsführer der Kur GmbH, der außerdem berechnet hat, dass bisher rund 1,4 Millionen Euro der gesamten Investitionssumme verbaut worden sind.

Ab Januar kommenden Jahres soll dann auch das Hallenbecken vollständig modernisiert werden. Im Gegensatz zum Therapiebecken wird hier aber nicht das Becken komplett durch ein neues ersetzt, sondern das vorhandene grundlegend saniert. Damit werden zwei der ältesten Bauteile der Jod-Sole-Therme sowohl im Innen- als auch im Außenbereich an die gestiegenen Bedürfnisse der Gäste angepasst.

Auch im Hallenbad soll die gesamte Glasfassade erneuert werden. Verschwinden wird die dunkle Holzdecke, ein neues Lichtkonzept wird für Wärme und Harmonie sorgen. Eingebaut werden obendrein zahlreiche Wasserattraktionen, die alle der Entspannung dienen: Höhepunkte dürften fünf „Einzelwhirlpools“ sein, in denen man sich stehend der massierenden Kraft des Heilwassers anvertraut. Auch in diesem Becken gibt es einen Champagnersprudel, Sprudel-Sitznischen und –liegen, eine Sprudelstange, Bodensprudler und Massagedüsen – Wassertechnik die ausschließlich der Entspannung und dem Wohlbefinden dient. Dieser zweite Bauabschnitt soll im September 2011, pünktlich zum Beginn der Wintersaison, in Betrieb gehen.

In Höhe des Eingangsbereiches in die Jod-Sole-Therme wird überdies ein bislang nicht genutzter Innenhof umgebaut und künftig als Gastronomiebereich zur Verfügung stehen. Dieser Bereich soll in das Foyer integriert werden und einen Blick in das Hallenbad ermöglichen.

Die Kurgesellschaft erhält für die gesamte Maßnahme Zuschüsse in Höhe von 4,7 Millionen Euro aus dem Europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE) und in Höhe von 1,53 Millionen Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GA).

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