Vorschlag für Standort zwischen der Dahlenburger Straße und dem Hintereingang des Kurgastbegegnungszentrums

Kurgesellschaft in Bad Bevensen bietet alternative Fläche für Thermenhotel an

+
Diese Fläche zwischen Dahlenburger Straße und Hintereingang zum Kurzentrum bietet die Bad Bevenser Kurgesellschaft der Stadt als Alternativstandort für ein Thermenhotel an.

Bad Bevensen. Drei Interessenten hatten ihre Entwürfe für ein Thermenhotel zwischen dem neuen Kurhaus und der Jod-Sole-Therme eingereicht.

Über Monate hinweg wurde beraten, bis Anfang April, wie berichtet, die Brüder Stefan und Alexander Thieme aus Uelzen und ihr Partner, die Gerber Architekten GmbH, den Zuschlag für einen sogenannten Anhandgabevertrag mit der Stadt Bad Bevensen erhielten – damit war eine Art Vorentscheidung gefallen. Jetzt aber scheint Sand ins Getriebe geraten zu sein: Die Kurgesellschaft Bad Bevensen hält das Projekt an diesem Standort offenbar für schwierig umsetzbar und bringt nun eine andere Fläche für ein Hotel ins Spiel.

Nach AZ-Informationen handelt es sich dabei um das Gelände zwischen der Dahlenburger Straße und dem Hintereingang des Kurgastbegegnungszentrums. Die Kur GmbH als Eigentümerin hat der Stadt Bad Bevensen diese Fläche nunmehr als Alternativstandort angeboten.

Stadtdirektor Hans-Jürgen Kammer bestätigt auf AZ-Nachfrage diese aktuelle Entwicklung. Mit einer Bewertung hält er sich aber zurück, denn ein vergleichbarer Antrag stehe heute auf der Tagesordnung des Verwaltungsausschusses und werde dort beraten. „Erst nach einer Entscheidung des Verwaltungsausschusses werde ich die Position der Stadt zu diesem Standort erklären können“, so Kammer.

Zwischenzeitlich hat nämlich auch die Fraktion „Bürger für Bad Bevensen“ (BfB) beantragt, einen alternativen Standort für das Hotel zu prüfen. „Wir haben uns damit im Grunde das Ansinnen der Geschäftsführerin der Kurgesellschaft zu eigen gemacht, da der jetzige Standort kritisch zu sehen ist“, erklärt BfB-Fraktionsvorsitzende Brigitte-Susanne Hendel-Andabaka. Ein Hotel zwischen Kurhaus und Therme berge viele Probleme, sagt sie: Fallwinde und Schattenwurf könnten den Badebetrieb in den Jod-Sole-Becken beeinträchtigen.

Doch jetzt tun sich die nächsten Probleme auf: „Der potenzielle Investor hat deutlich gemacht, dass er nicht an einem anderen Grundstück interessiert ist“, erklärt Hans-Jürgen Kammer. Derzeit werde der Anhandgabevertrag mit den Investoren abgestimmt, und der beziehe sich nur auf das städtische Grundstück zwischen Kurhaus und Therme.

Die Kurgesellschaft Bad Bevensen hat trotz wiederholter Nachfrage der AZ keine Stellung zu dem Thema genommen.

Von Ines Bräutigam

Kommentare