Bad Bevenser Verwaltung prüft Public Private Partnership für Kurhaus

Neubau mit privaten Partnern

Nicht nur optisch glänzt das Bad Bevenser Kurhaus im Stil der 70er Jahre. Die Technik und energetische Ausstattung sind ebenfalls in die Jahre gekommen. Foto: Ph. Schulze

Bad Bevensen. Das Projekt Kurhaus-Neubau geht in die nächste Runde: Der Rat der Stadt Bad Bevensen hat die Verwaltung beauftragt, die Umsetzung eines Neubaus mit privaten Partner, also als PPP-Projekt (Public Private Partnership) zu prüfen.

Im September stehen Gespräche mit der N-Bank an.

In Bad Rothenfelde hatte sich der Verwaltungsausschuss vor Kurzem eine Therme angesehen, die als PPP gebaut wurde. Ein Besuch, der die Politiker veranlasste, die Verwaltung hinsichtlich PPP auf Trab zu bringen. „Mit einem sehr straffen Zeitplan könnte es uns vielleicht gelingen, so ein Projekt innerhalb der Förderperiode umzusetzen“, wagt Stadtdirektor Hans-Jürgen Kammer eine vorsichtig positive Prognose. Denn der Stadt sitzt die Zeit im Nacken. Fördergelder gibt es für einen Neubau nur noch bis Ende 2013, dann läuft die aktuelle Förderperiode aus. Alle Abrechnungen müssten bis 2015 abgewickelt werden.

Zum Hintergrund: Das Bad Bevenser Kurhaus stammt aus den 70er Jahren und erfüllt nicht mehr die Ansprüche an heutige Technik- und Energiestandards. Diskutiert werden von Politik und Verwaltung neben einem förderfähigen Neubau auch eine Sanierung. Diese würde rund 4,2 Millionen Euro kosten, aber eben nicht bezuschusst werden.

Ende 2010 hatte die Stadt Bad Bevensen einen Architekten-Wettbewerb ausgeschrieben, um die beste Variante für einen möglichen Kurhaus-Neubau zu finden (die AZ berichtete). Am Ende brachte der Wettbewerb der Stadt jedoch nicht den erwünschten Entwurf, sondern jede Menge Ärger: Keiner der teilnehmenden Architekten hielt den vorgegebenen Kostenrahmen von 5,5 Millionen Euro ein, zudem gab es Unstimmigkeiten bei der Preisvergabe, die dann wiederum zu Beschwerden der Wettbewerbsteilnemer und dann zu Rügen durch die Vergabekammer führten. Bad Bevensen hat für den Wettbewerb knapp 90 000 Euro ausgegeben. Seite 6

Von Wiebke Brütt

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