Bad Bevensen: Innenausbau der Sonnenfalle beginnt, Rosenbadbrücke derzeit gesperrt

Nach Eiszeit: Arbeitsstart im Park

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Kommender Gästemagnet? Mit der Sonnenfalle sollen im Bad Bevenser Kurpark Akzente gesetzt werden.

Bad Bevensen. Die Maschinen brummen wieder im Bad Bevenser Kurpark. Während der Frost der vergangenen Wochen die Handwerker zur Ruhepause zwang, weckt die Sonne nicht nur die Lebensgeister der Spaziergänger, sondern die steigenden Temperaturen machen eben auch das Werkeln wieder möglich.

Mehr als vier Wochen hinkt die Kurstadt dem Zeitplan für die Umgestaltung der Grünanlage hinterher. Bis Mitte April sollte der Kurpark bereits sein neues Gesicht präsentieren können – so die eigentliche Frist. Denn dann beginnt die Internationale Gartenschau (IGS) in Hamburg, deren Partner Bad Bevensen ist. Bauamtsleiter Roland Klewwe ist „vorsichtig optimistisch“, dass kommende Woche mit den Bodenarbeiten begonnen werden kann – wenn der Nachtfrost ausbleibt. Dienstag wurden bereits die Innenarbeiten in der Sonnenfalle wieder aufgenommen. Der halb verglaste Bau soll eines der Juwelen des neuen Parks werden. „Innen in der Sonnenfalle wurde eine weitere Schicht Beton gelegt. Sobald diese trocken ist, kann dort mit den Fliesenarbeiten begonnen werden“, erklärt Roland Klewwe. Außen stünden als Nächstes der Bau der Einfassungsmauer der Sonnenfalle sowie Pflasterarbeiten an.

An einer anderen Baustelle, die nichts mit der grundsätzlichen Frischekur für den Kurpark zu tun hat, geht es ebenfalls Schritt für Schritt weiter: Besucher des Kurparks werden sich über mehrere Warnschilder am Wegenetz der Grünanlage und an den Ilmenauwiesen gewundert haben – die Rosenbadbrücke ist derzeit komplett gesperrt. Sanierungsarbeiten machen den nördlichsten Übergang über die Ilmenau unpassierbar. „Der gesamte Bohlenbelag und das Geländer wurden komplett abgetragen“, berichtet Bauamtschef Roland Klewwe auf AZ-Nachfrage. Das Holz der 25 Jahre alten Brücke war „flächig abgängig“, der Austausch einzelner Bohlen sei nicht möglich gewesen, versichert Klewwe. Und so präsentiert die Rosenbadbrücke derzeit Spaziergängern ihren Unterbau. Ende Mai soll sie wieder passierbar sein und Gäste auf kürzestem Weg vom Kurpark zum Rosenbad führen. Auf die Vollsperrung wird weiträumig hingewiesen. Rund 160 000 Euro kosten Bohlen und Geländer, die derzeit extra für die Bad Bevenser Anlage angefertigt werden.

Zum Hintergrund: Wegen des frostigen Wetters konnte die Stadt Bad Bevensen die Arbeiten im Kurpark nicht wie gewünscht fertigstellen. Eigentlich hatten die Verantwortlichen gehofft, bis zum 26. April ein rundes Ergebnis präsentieren zu können – diese Frist ist inzwischen in weite Ferne gerückt. Mitte März nannte Bauamtsleiter Klewwe die Marke „Ende Mai“ als realistisches Ziel – vorausgesetzt das Wetter spielt mit. Bad Bevensen erhofft sich von der Teilnahme an der Internationalen Gartenschau einen Imagegewinn und positive Auswirkungen auf die Gästezahlen der Kurstadt – immerhin erhält der Tourismusstandort der Lüneburger Heide so die Möglichkeit, sich auf großer Bühne, unter anderem in der Hansestadt Hamburg, darzustellen. Bereits heute kommt ein Großteil der Tagesgäste und Thermenbesucher aus Hamburg und dem Gebiet der Metropolregion.

Im Oktober hatten Bürgermeister Martin Feller und Verwaltungschef Hans-Jürgen Kammer symbolisch für das Engagement bei der IGS 40 der eigens für die IGS gezüchteten gelben Rosen mit dem Namen „Sonnenwelt“ im Kurpark gepflanzt.

Von Wiebke Brütt

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