Behinderungen für Fußgänger und Radfahrer

3,6 Mio. Euro fließen in den Kanal: Liegestellen in Bad Bevensen verdoppeln

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Der Elbe-Seitenkanal wird ausgebaut: Fußgänger und Radfahrer müssen auf Umleitungsstrecken ausweichen.

Bad Bevensen. 3,6 Millionen Euro fließen in Umbaumaßnahmen des Elbe-Seitenkanals (ESK). Bis zum Sommer 2016 werden die Liegestelle im Bereich Bad Bevensen um 300 Meter nach Süden verlängert und so auf 650 Meter Länge verdoppelt.

Der Ausbau der Kapazitäten in Bad Bevensen ist eine Folge der steigenden Betriebsamkeit auf dem Kanal. 2014 meldete die 115 Kilometer lange Wasserstraße Rekordtransportmengen (die AZ berichtete): Etwa elf Millionen Tonnen Güter wurden im vergangenen Jahr auf dem Wasserweg transportiert – das ist der höchste Wert seit Inbetriebnahme des Kanals in den 1970er Jahren. Die Länge der Liegestelle reicht zudem für den Verkehr mit modernen Güterschiffen nicht mehr aus.

Wie die bestehende Liegestelle wird auch die Erweiterung aus Stahlspundwandprofilen bestehen. Geplant ist es, die komplette Liegestelle mit Lampen, Stromtankstellen für die Berufsschifffahrt und Müllboxen auszurüsten.

Die Sportbootliegestelle wird, so teilt die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) mit, in den Bereich der Wendestelle verlegt. Diese wird, um den kleineren Fahrzeugen ein sicheres und leichteres Anlegen zu ermöglichen, mit einer sogenannten Panzerung versehen – das heißt, die Kanalwand wird in diesem Bereich keine Vertiefungen haben.

Die Kurstädter müssen sich während der Bauphase auf Behinderungen einstellen. Der Betriebsweg am Westufer des ESK wird auf Höhe der Liegestelle für etwa ein Jahr gesperrt. Eine Umleitung wird für Radfahrer westlich der Baustelle eingerichtet. Radler, die aus Norden kommen, müssen künftig vom Betriebsweg am Wendebecken über die Paracelsusstraße und die Röntgenstraße zur Janus-Korczak-Straße fahren, um dann über die Klein-Hesebecker-Straße wieder zurück zum Kanal zu gelangen. Fußgänger können jeweils die Straßenbrücken an den Enden der Baustelle nutzen, um auf die andere Kanalseite zu gelangen. Der Betriebsweg am Ostufer des Elbe-Seitenkanals ist frei.

Im Zuge der Bauarbeiten wird der geschotterte Betriebsweg am Westufer durch einen neuen Asphaltweg samt Wendeplatz ersetzt.

Von Wiebke Brütt

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