Jastorfer Eltern beschweren sich / RBB setzt zweiten Bus nach Bevensen ein

Bus lässt Schüler stehen

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Das möchte Luca Marggraf nicht noch einmal erleben: Der Bus war voll, und er kam nicht zur Schule.

Jastorf. Jeden Morgen stehen die Schulkinder am Wartehäuschen in Jastorf. Aber an einem Tag Ende November kommt kein Bus. Der ist schon voll, der Fahrer nimmt deshalb gleich einen anderen Weg über Emmendorf – ohne Eltern oder Schüler zu informieren.

Eine Mutter bringt schließlich vier Kinder mit dem Auto zur Schule. Für den elfjährigen Luca Marggraf ist kein Platz mehr im Wagen. Seine Eltern sind empört.

„Es kann nicht sein, dass Kinder letztendlich sich selbst überlassen werden“, kritisiert Lucas Vater Friedemann Busch-Marggraf. Eltern müssten sich darauf verlassen können, dass ihre Kinder sicher zur Schule kommen. Lucas Eltern sind beide berufstätig. Wenn der Bus voll sei, müsse eben ein zusätzlicher geschickt werden, fordert Carola Marggraf.

Seit knapp zehn Tagen fährt ein zweiter Linienbus mit 80 Sitzplätzen über Jastorf nach Bevensen. Der Grund ist aber nicht die Beschwerde der Familie Marggraf, sondern eine Zählung, die unabhängig von dem Vorfall an drei Tagen Ende November, Anfang Dezember durchgeführt wurde, sagt Landkreis-Sprecher Martin Theine. Demnach nutzten morgens durchschnittlich 73 Personen die Linie Uelzen-Bevensen.

Verantwortlich für den Schülertransport ist der Landkreis, der die Aufgabe an die Regionalbus Braunschweig (RBB) GmbH vergeben hat. Theine sieht das Unternehmen auch in der Pflicht, wenn der Bus voll ist: „Es ist Aufgabe der RBB, die Eltern zu informieren.“ RBB-Sprecherin Angelika Theidig bedauert den Vorfall.

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