Musik, Tänze, Feuerwerk – Attraktionen in den weitläufigen Grünanlagen

Bad Bevensen: Kurpark wird zur Show-Welt

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Lauschen gespannt den Geschichten: Mädchen und Jungen bekommen im „verwunschenen“ Zelt Märchen erzählt.

Bad Bevensen. Es strömt. Gewaltig. Und zwar Besuchermengen. Es ist Kurparknacht in Bad Bevensen. Wer sich am Sonnabend aufgemacht hat, den erwartet ein wahrlich buntes und vielseitiges Programm entlang der Wege.

Ein Stück Orient im Bevenser Kurpark: Bauchtänze sind zu erleben.

Einfach durch die Parkanlage zu wandeln, ist fast nicht möglich, denn an vielen Stellen ist ein Stopp angesagt – um zu schauen, staunen, sich mitreißen zu lassen. Oder zu klönen, Bekannte zu grüßen, sich hinzusetzen, um zu essen oder ein Gläschen miteinander zu trinken. Menschentrauben bilden sich vor den Musikgruppen, die an mehreren Stellen auftreten. So bei den „Schattenwebern“. In herrlicher Naturkulisse am Ufer der Ilmenau und im mittelalterlichen Outfit haben sie ihre alten Instrumente ausgepackt – streichen, zupfen, flöten, singen Musik früherer Zeiten. Es geht weiter. Unter beleuchteten Bäumen, die in dieser Farbgebung geradezu unwirklich erscheinen. Nächster Halt: Bauchtanz. Der Körper in feinster Bewegung. Mal tänzelnd, mal bebend, geradezu lasziv. Ein Stück Orient im Bevenser Kurpark. Ein Hingucker. Mehr Hinhörer sind die Kinder in einem „verwunschenen“ Zelt. Sie lauschen der Märchenerzählerin, die aus dem großen Schatz der Märchen besonders Spannendes ausgewählt hat.

Hironimus zieht in seinem Manegenbereich ein großes Publikum in den Bann, begeistert Alt und Jung mit einem Mix aus Zauberei, Jonglage, Comedy, Artistik und Seemannsgarn.

Die „Schattenweber“ haben ihre historischen Instrumente ausgepackt und präsentieren Lieder früherer Zeiten.

Mit zunehmender Dunkelheit wird der Park durch die verschiedenen Leuchten bunter. Eine wahrlich stimmungsvolle Atmosphäre. Selbst Thermenbesucher schauen über die Mauer. Zeit zum Plaudern: Bei einem Glas Erdbeerbowle am Bistrotisch ein Small-Talk mit zwei Bad Bevenserinnen. „Toll, nicht wahr?“. Zustimmendes Nicken. „Wir gehen jedes Mal hierher, wenn so etwas ist. Ich erinnere mich noch an früher“, so die eine Bevenser Gesprächspartnerin. „Damals war meine Nichte mit aktiv dabei. Von der Schule aus haben sie hier Teelichter zu Motiven aufgestellt.“ Die Nichte ist inzwischen fast 40. Die Zeit läuft. Alexandra Nazahn und Bernd Greskowiak vom Phönix-Feuer haben im abgesteckten Bereich bereits alles sorgsam vorbereitet für das gut zehnminütige Feuerwerk – eine Krönung des tollen Abends.

Von Ute Bautsch-Ludolfs

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