Kurhaus-Pläne bald konkret

Den Charme des vergangenen Jahrhunderts strahlt das stark marode Kurhaus bereits äußerlich aus.

Bad Bevensen/Landkreis - Von Marc Rath. Noch in diesem Jahr soll die Entscheidung fallen, ob der Gastronomie- und Veranstaltungsbereich des Bad Bevenser Kurhauses grundlegend renoviert oder neu gebaut werden soll. „Es muss dringend etwas geschehen. Wir haben dort einen massiven Reparatur- und Investitionsstau“, räumt Bad Bevensens stellvertretender Stadtdirektor Hans-Jürgen Kammer ein.

Erste Pläne gibt es bereits. Die Kosten für einen Umbau werden auf rund drei Millionen Euro, die für einen Neubau auf etwa fünf Millionen Euro veranschlagt. Kammer hat bereits Fördergespräche mit der N-Bank geführt. Bis zu 60 Prozent der Summe seien über die Gemeinschaftsaufgabe zur Förderung der regionalen Wirtschaft förderfähig. Eile ist aber geboten: Die Anträge müssen bis zum Jahresende entscheidungsreif vorliegen.

In dieser Woche ebnete der Kreisausschuss in seiner Sitzung den Weg für die Neugestaltung des maroden Kurhauses. Das Gremium folgte dabei dem Vorschlag der Kreisverwaltung, dass sich der Kreis aus der Trägerschaft des Kurhauses zurückzieht, im Gegenzug aber einen Zuschuss von einer Million Euro für den Um- oder Neubau bereitstellt.

In der Kreispolitik hatte es zunehmend Unmut gegeben, dass der Kreis Gastronomie und Veranstaltungen im Kurhaus subventioniert. „Das ist eine Kernaufgabe der Gemeinde“, hält Kammer diesen für berechtigt. Der Kreisanteil beim Kurhaus-Defizit betrug zuletzt rund 155 000 Euro im Jahr. Die nunmehr vorgesehene Lösung, der Stadt Bad Bevensen die Trägerschaft für das Kurhaus zu übertragen und einen Zuschuss in Höhe von einer Million Euro zur Verfügung zu stellen, komme nach Berechung der Verwaltung günstiger. Bei einer Kreditaufnahme des Million-Zuschusses mit 20-jähriger Laufzeit käme der Landkreis bei fünf Prozent Zinsen und einer fünfprozentigen Abschreibung auf eine jährliche Belastung von 100 000 Euro, heißt es in der Verwaltungsvorlage, über die der Kreistag am 22. Juni endgültig entscheidet.

Bereits am 3. Juni beschäftigt sich der Bad Bevenser Rat mit der Übertragung des kompletten Kurhaus-Betriebes an die Stadt und den künftigen Pänen. „Wir müssen ganz schnell auf Hochtouren planen“, betont Kammer. Die Kurstadt könnte sich so neben der zehn Millionen Euro großen Investition für die Therme zukunftsfähig aufstellen.

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