Warteschlangen vor den WCs bei Veranstaltungen im Neubau in Bad Bevensen / WBB will Abhilfe schaffen

Kurhaus-Neubau: Vier Damen-Toiletten bei rund 500 Besuchern

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Gabriele Meyer und Dr. Johann Henrich Vietor vor den Damentoiletten im neuen Bevenser Kurhaus. Die WBB-Politiker fordern, dass eine Lösung beim Toilettenproblem gefunden wird.

Bad Bevensen. Anthrazitfarbene Kacheln, abgesetzt mit roter Farbe, drei Waschbecken und gedimmtes, nicht zu grelles Licht. Die Toilettenräume im neuen Bevenser Kurhaus sind modern und ansprechend gestaltet.

Doch es gibt ein Problem: Die vier Damentoiletten halten laut Gabriele Meyer (WBB) bei Großveranstaltungen dem Ansturm in den Pausen nicht stand, es bilden sich lange Schlangen. Jetzt will die WBB Abhilfe schaffen und schlägt vor, möglichst schnell zusätzliche Toiletten für Frauen zu schaffen.

„Für den Normalfall reichen die vier Toiletten. Aber die Zahl ist bei großen Veranstaltungen einfach zu gering,“ sagt Gabriele Meyer. In der Stadt gebe es Beschwerden, dass es zu wenige WCs gebe und sich lange Schlangen bilden. Die WBB schlägt daher drei Punkte vor. Die Behindertentoiletten sollen zusätzlich für die Frauen nutzbar sein sowie auch die zwei Mitarbeitertoiletten bei Großveranstaltungen. Diese befinden sich an einem schmalen Gang, wo auch Anlieferungen etwa für das Catering erfolgen. Außerdem sollen die WCs in der Konzertmuschel saniert werden. „Das würde auch den Vorteil bieten, dass bei Außenveranstaltungen Toiletten vor Ort sind“, sagt Gabriele Meyer. Es sei auch keine Zumutung, den kurzen Weg dorthin bei einer Veranstaltung zurücklegen zu müssen.

Ansonsten sei sie mit dem neuen Kurhaus sehr zufrieden. Jetzt gelte es aber, Probleme, die im nachhinein auffallen, anzusprechen und unkomplizierte Lösungen zu finden. In diesem Fall hat der Architekt mit der Mindestanzahl von vier Toiletten bei rund 500 Besuchern kalkuliert. „Der Architekt hat sich an die Vorgabe gehalten, so günstig wie möglich zu bauen“, sagt Gabriele Meyer.

Politiker und Verwaltung haben sich auf den Experten verlassen. „Wir sind davon ausgegangen, dass die Toiletten ausreichen“, sagt Bad Bevensens Bauamtsleiter Roland Klewwe. Mit den Problemen habe man nicht gerechnet. Jetzt könne die Fläche der Toilette nicht mehr ohne weiteres vergrößert werden, weil dies nur noch auf Kosten anderer Räume möglich wäre.

„Im Normalbetrieb sind die Toiletten völlig ausreichend. Lange Schlangen bilden sich nur in Ausnahmesituationen“, sagt Gerhard Kreutz, Veranstaltungsleiter der Bad Bevensen Marketing GmbH (BBM). Um dem Andrang dann Herr zu werden, weise man die Gäste auf die Toiletten im gegenüberliegenden Kurzentrum hin, die Behinderten-Toilette werde freigegeben und die Pausen verlängert, damit jeder auch aufs WC gehen kann.

Beschwert habe sich noch niemand, Besuchern des neuen Bevenser Kurhauses falle aber auf, dass weniger Toiletten als im alten vorhanden sind, bestätigt Kreutz: „Wir können aber auch nicht einfach eine Wand einreißen und zusätzliche Toiletten einbauen.“

Von Lars Lohmann

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