Kurhaus-Neubau in Bad Bevensen: Abstimmungen mit einem Hotelinvestor laufen noch

Zeitplan gerät ins Wanken

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Das Bevenser Kurhaus ist bald Geschichte. Doch wann mit dem Neubau begonnen wird, hängt derzeit noch von den Planungen für das Thermenhotel ab.

Bad Bevensen. Der Bau des Bad Bevenser Kurhauses könnte sich verzögern. Das erklärt Bad Bevensens Stadtdirektor Hans-Jürgen Kammer auf Nachfrage der AZ.

Der Grund: die Planungen für das Thermenhotel, das zwischen dem neuen Kurhaus an der Dahlenburger Straße und der Jod-Sole-Therme entstehen könnte.

„Es kommt beispielsweise darauf an, wie groß das Hotel werden wird, wie viele Betten es haben wird“, erklärt Kammer. Wenn es die Vorstellungen des Investors, der in engem Dialog mit der Stadt steht, verlangen, könnte der gesamte Kurhausneubau um bis zu zehn Meter nach Süden verschoben werden. Das führe nicht zu einer Kostenerhöhung für die Stadt Bad Bevensen, wie Bürgermeister Martin Feller (Grüne) betont, weil der Investor, der nicht aus der Region stammt, die Mehrkosten tragen würde. Einen Zeitverlust könnte die Umplanung aber zur Folge haben.

„Wenn die Hotelfrage soweit konkretisiert ist, dass beide Planungen synchronisiert werden können, muss der Zeitplan für das Kurhaus eventuell überdacht werden“, sagt Verwaltungschef Kammer. Die genaue Abstimmung der beiden Bauprojekte ist von Nöten, weil das Thermenhotel eine direkte Anbindung an die beiden, es einfassenden, Gebäude haben soll: Therme und Hotel sollen beispielsweise durch einen Bademantelgang verbunden werden.

Bereits nach Ostern soll im Bad Bevenser Kurpark die Abrissbirne anrücken und die Wände des dort stehenden Kurhauses zum Einsturz bringen. Der sanierungsbedürftige 70er-Jahre-Bau soll einem Neubau weichen. Dieser soll – so der derzeitige Zeitplan – bis Ende 2015 stehen und nicht mehr als fünf Millionen Euro kosten.

Angelehnt an das gesundheitstouristische Konzept der Kurstadt mit Schwerpunkten auf den Werten Naturerleben und Entschleunigung wird das neue Kurhaus mit einer Holzfassade verkleidet – darauf hatte sich der Stadtrat vergangenes Jahr geeinigt. Auch die Innengestaltung ist bereits von dem Dresdener Architekturbüro h.e.i.zHaus konkretisiert worden: Die Farben Violett als Sinnbild für die Heide sowie Beige und Grün als Symbole für die Birke werden sich in Mobiliar sowie Wandfläche wiederfinden (AZ berichtete).

Im heutigen Bauausschuss wird das Farbkonzept übrigens ein weiteres Mal vorgestellt: Beginn der Sitzung ist um 17.30 Uhr im Rathaus Bad Bevensens. Interessierte Einwohner sind willkommen.

Von Wiebke Brütt

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