Stadt bleibt trotz zusätzlicher Asbestfunde im Budgetplan / Bis August sollen Arbeiten beendet sein

Kurhaus: Der Abriss beginnt

+
Trümmer vor der ehemaligen Außenterrasse des Kurhaus-Restaurants und kahle Fassaden: Der Abriss des Bad Bevenser Kurhauses hat begonnen. Bis Mitte August sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Bad Bevensen. Die Fassadenelemente sind weitestgehend abgetragen, die Kabelagen hinter den Deckenverschalungen kommen zum Vorschein – der Abriss des Bad Bevenser Kurhauses hat begonnen.

Bis Mitte August soll das Veranstaltungsgebäude aus den 1970er Jahren dem Erdboden gleich gemacht werden. 2016 soll an leicht versetzter Stelle ein neues Kurhaus stehen.

„Wir sind derzeit im Zeitplan“, sagt Bevensen-Ebstorfs Bauamtsleiter Roland Klewwe gestern auf AZ-Nachfrage. Anfangs hatten sich die Arbeiten durch „vorab nicht erkennbare Schadstoffbelastungen“ verzögert. „Nach der Ausschreibung sind noch zusätzliche Asbestteile entdeckt worden – über den Fenstern unter der Holzverkleidung zum Beispiel. Das konnte man vorher nicht sehen“, betont der Bauamtschef. „Trotzdem sind wir noch unter der Kalkulation.“

Gerechnet hatte die Verwaltung nach der Kostensteigerung für den Neubau von 5 Millionen auf 5,4 Millionen Euro, die im April durch den Stadtrat beschlossen wurde, 256 300 Euro. Bevor die höhere Schadstoffbelastung des Hauses bekannt geworden war, waren 50 000 Euro weniger für den Abbruch des Gebäudes veranschlagt worden.

In etwa zwei Wochen wird nach den ersten vorsichtigen Abtragungen, großes Gerät an der Baustelle an der Dahlenburger Straße anrücken, um Wände einzureißen und Decken abzunehmen. Vorher müssten jedoch Asbestteile abtransportiert werden. „Wir werden umsichtig vorgehen, um keinen Mischmüll zu produzieren, der teurer in der Entsorgung ist.“

Bereits in den kommenden Tagen rücken die Bauarbeiter dem Grün rund ums Kurhaus zu Leibe. Mindestens fünf größere Bäume in direkter Kurhausnähe müssen für den Abriss und den späteren Kurhausneubau weichen, wie Klewwe auf AZ-Nachfrage erklärt: „Die Bäume, die unmittelbar vor dem Kurhaus sind, müssen weg.“ Der Grund: Ein Teil der grünen Riesen würde den Abriss behindern. Andere würden zu nah an dem neuen Kurhaus stehen, sodass sie den Neubau auf Dauer schädigen könnten.

Von Wiebke Brütt

Kommentare