Bad Bevensen Marketing GmbH verhandelt mit möglichen Betreibern

Kurbahn: Mehrere sind interessiert

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Erst vor knapp zwei Jahren war die Solarbahn von Andreas Gensch in Bad Bevensen angekommen – in zwei Monaten wird sie die Kurstadt nun wieder verlassen. Die Bad Bevensen Marketing GmbH sucht zurzeit intensiv nach einer Nachfolgelösung.

Bad Bevensen. Am 31. Mai wird der Solarbahn-Betreiber Andreas Gensch nach Querelen mit der Bad Bevensen Marketing GmbH (BBM) und der Stadt Bad Bevensen, wie berichtet, die Kurstadt nach nur zwei Jahren wieder verlassen.

BBM-Interimsgeschäftsführer Björn Eichner ist seit Genschs Entscheidung Mitte Februar dabei, einen neuen Betreiber samt Kurbahn zu finden. „Es gab etliche Telefonate mit potenziellen Betreibern und auch Herstellern von Bahnen als Katalysatoren“, sagt Eichner auf AZ-Nachfrage. Auch hätten mit drei Interessenten vor Ort konkrete Gespräche stattgefunden.

Der Aufsichtsrat der BBM hat Eichner jüngst den Auftrag erteilt, mit den konkreten Interessenten weiter zu verhandeln. „Die bringen Erfahrungen aus dem Betrieb von touristischen Bahnen mit und haben gute unternehmerische Ansätze und die notwendige Flexibilität, um in Bad Bevensen ein erfolgreiches Angebot betreiben zu können“, lautet Eichners erste Einschätzung der Bewerber.

„Insbesondere was die Gestaltung der Strecke unter Einbeziehung des Bahnhofs und der Therme sowie des neuen Kurhauses, aber auch unter Berücksichtigung des ÖPNV angeht, wurden gute Vorschläge vorgebracht.“ Darüber hinaus gebe es laut BBM-Geschäftsführer auch gute Ansätze für sogenannte Crossmarketing- und Kombiangebote, die man mit einem Kurbahn-Betrieb verknüpfen könnte.

Wie berichtet, würde ein neuer Kurbahn-Betreiber zunächst als Übergangslösung fungieren, bis die für einen dauerhaften Betrieb erforderliche europaweite Ausschreibung gelaufen ist. Und das Verfahren ist langwierig: So muss unter anderem die Ausschreibung bereits ein Jahr im Voraus angekündigt werden. Für Björn Eichner läuft also die Uhr, das weiß er: „Wir werden jetzt intensiv weiter verhandeln und an dem Angebot der Kurbahn in Bad Bevensen arbeiten.“

Von Ines Bräutigam

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