Kreative Köpfe treffen sich bei der Sommerakademie im Medinger Gustav-Stresemann-Institut

Kunst aus Bronze, Stein und Farbe

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Auf den Spuren von Robinson Crusoe: Auch die Kinder werden bei der Sommerakademie mit einbezogen.

Bad Bevensen-Medingen. Aus einer offenen Tür klingt poppige Musik einer Band, aus einer anderen Klaviermusik, durch Fensterscheiben ist Gesang zu hören, ein paar Meter weiter tönen Klopf- und Feilgeräusche: Die Sommerakademie im Gustav-Stresemann-Institut ist in vollem Gange.

„Malerei und Grafik“ ist jedes Jahr wieder ein beliebtes Seminar für Sommerakademie-Gäste aus ganz Deutschland.

Im Bereich „Malerei und Grafik“ schaffen vier Künstler Raum für individuelles Arbeiten. Mit viel Eifer ist Margret Rohbani aus Hannover beim Steinbild-Hauen. Neben ihr versucht es auch die kleine Enkelin. „Ich komme schon 20 Jahre hierher, erst mit meiner Tochter, jetzt auch mit den Enkeln“, erwähnt Rohbani nebenbei.

Ein paar Schritte nach nebenan, zur Kindergruppe. 17 Mädchen und Jungen im Alter von vier bis zwölf Jahren sind dabei. Auch der Göttinger Julian als Betreuer, dem diese Sommerakademien bereits von Kindheit an vertraut sind, ist mit anderen Helfern im Einsatz. Unter Leitung von Ulrike Bals, die in diesem Jahr auch die Gesamtleitung der Akademie übernommen hat, macht sich die Gruppe gerade auf zum Steg an der Ilmenau. „Wir sind Schiffbrüchige, auf der Spur von Robinson Crusoe“, heißt es. Das fordert die Kreativität geradezu heraus.

Beim Steinbildhauen ist Millimeterarbeit gefragt.

Eine weitere Gruppe muss man erst suchen und findet das muntere Team des Bronzeguss-Workshops hinterm „Schröderhaus“ des Instituts. Dozent Michael Zwingmann hat viel Einfühlungsvermögen und Geduld bei der Vermittlung seines Wissens. „Wir arbeiten nach dem Wachsausschmelzverfahren“, erklärt Tina Hartz aus Norderstedt, die bereits das 19. Mal bei der Sommerakademie mitmacht, bereits andere Seminare besucht und wieder viele Vertraute getroffen hat. Diese zehn Tage, sagt sie, gehören einfach zu ihrem Sommer dazu. „So wie bei Hans, der bereits 90 Jahre alt ist und am Schlagzeug spielt“, fügt sie an.

Bei den Pop-Orchester-Gruppen und beim Gesang wird ebenfalls fleißig geübt. All das wird am kommenden Sonnabend zu Gehör gebracht, denn dann werden der Öffentlichkeit die Ergebnisse der Sommerakademie präsentiert, natürlich auch die Bronzeguss-Werke.

Von Ute Bautsch-Ludolfs

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