Verwaltungsausschuss lehnt ab

Keine Erstattung von Parkgebühren an Thermenbesucher

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Die Parkgebühren schrecken offensichtlich manche Besucher der Jod-Sole-Therme ab – eine Rückerstattung der Parkgebühren lehnte der Verwaltungsausschuss der Stadt jetzt allerdings ab.

Bad Bevensen. Seit 2012 kämpft die Kurgesellschaft Bevensen mit rückläufigen Besucherzahlen in ihrer Jod-Sole-Therme. Ursache hierfür mögen einerseits gestiegene Eintrittspreise oder auch die Baustellen rund um Kurhaus und Therme gewesen sein.

Doch auch die Einführung beziehungsweise Erhöhung der Parkgebühren in unmittelbarer Nähe des Kurzentrums hat die Geschäftsführung der Kur GmbH als Grund dafür ausgemacht. Ihren Wunsch – der gemeinsam mit der Stadtverwaltung ausgearbeitet worden war –, ein Konzept für die Erstattung von Parkgebühren an die Thermenbesucher zu erarbeiten, hat der Verwaltungsausschuss (VA) aber abgelehnt.

Die Kurgesellschaft sieht darin einen „realen Wettbewerbsnachteil“ gegenüber anderen Einrichtungen in den Nachbarlandkreisen – so stehen zum Beispiel in der Soltau-Therme kostenlose Parkplätze zur Verfügung. Eine Rückerstattung hätte dem weiteren Abwärtstrend bei den Besucherzahlen in der Therme entgegenwirken können. „Für unsere Gäste bedeutet dies insgesamt eine Kostenreduzierung ihres Aufenthaltes und damit eine höhere Konkurrenzfähigkeit“, sagt Sabine Neumann-Heinen, Geschäftsführerin der Kur GmbH auf AZ-Nachfrage.

Nach dem VA-Beschluss wird sich nun zunächst einmal nichts ändern. Angedacht war aber folgendes Konzept:

• Parkplatz südlich der Brückenstraße (Göhrdeparkplatz): Beim Erwerb von Tageskarten, 120- oder 180-Minuten-Tickets für die Therme hätten den Kunden nach Vorlage des „Abrisses“ des Parktickets bis zu einem Euro Parkgebühren angerechnet werden können.

• Premiumkunden – Parkplätze nördlich der Brückenstraße (an der Sonnenuhr). Neben der Anrechnung der Parkgebühren hätten sogenannte Premiumkunden beim Erwerb ausgewählter Wellnessangebote in der Therme auch den Parkplatz nördlich der Brückenstraße bei einer Anrechnung von bis zu drei Euro Parkgebühren nutzen können.

Die Stadt Bad Bevensen hätte der Kurgesellschaft nach Vorlage der gesammelten Abrisse der Parktickets die entsprechende Summe erstattet. Das Konzept hätte zunächst bis Ende 2017 laufen sollen.

Die Stadt nimmt auf dem Göhrdeparkplatz jährlich rund 49 000 Euro (Stand 2014) ein. Hier hätte sich eine Erstattung von 16 300 Euro an die Kurgesellschaft ergeben – ausgehend davon, dass dort jeder dritte Parkende die Therme besucht. Für die sogenannten Premiumkunden hätte sich eine Rückerstattung von rund 19 000 Euro ergeben.

Die Kur GmbH hatte sich durch das Konzept eine Erhöhung der Besucherzahlen und eine Steigerung des Verkaufs von Wellness-Angeboten erhofft. Diese Mehreinnahmen hätten wiederum den Verlustausgleich von Stadt Bad Bevensen und Landkreis Uelzen als gemeinsame Gesellschafter der Kur GmbH senken können, so die Kalkulation.

Von Ines Bräutigam

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