Bad Bevensen: Martin Kaiser übernimmt Leitung des Gustav-Stresemann-Instituts

Internationaler Wind in Kurstadt

Demokratie, Menschenrechte und der kuturelle Dialog – national wie international: Das sind nur einige Themen, die sich Martin Kaiser auf die Fahne geschrieben hat. Foto: Ph. Schulze

Bad Bevensen. In das Gustav-Stresemann-Institut zieht frischer Wind ein – und zwar internationaler. Denn mit Martin Kaiser übernimmt ein Mann mit besonderen Beziehungen in das Ausland den Chefsessel der Bad Bevenser Bildungseinrichtung.

Durch verschiedene Projekte hat der 52-Jährige unter anderem Kontakte nach Ägypten, Polen und Jordanien.

Einen Monat lang haben er und Bodo Fröhlich, der bisherige Leiter des Instituts für Erwachsenenbildung, Zeit für die Übergabe. Am Sonntag, 24. Juni, wird Fröhlich dann in den Ruhestand verabschiedet. Es gilt, Bewährtes fortzuführen und sich an Neues heranzuwagen.

Darum bleibt das Angebot im Bereich Fremdsprachen, das bisher einen Schwerpunkt des Instituts ausmachte, erhalten. „Dinge, die gut laufen, soll man ja nicht ändern“, betont Kaiser. Ein paar Akzente wolle er aber setzen. So schwebt dem gebürtigen Rheinländer unter anderem ein Projekt zur „Finanzkrise“ und „Deutsch-Deutschen-Begegnungen“ vor. Der Dialog von Kulturen und Religionen ist ihm ein besonderes Anliegen. „Immerhin haben inzwischen rund 20 Prozent der Menschen in Deutschland einen Migrationshintergrund“, erklärt er.

Zudem soll die Bildungseinrichtung in der Kurstadt seine internationalen Kontakte zu spüren bekommen. Kaiser: „Ich möchte meine Kontakte, die ich seit 1995 zu Ägypten habe, natürlich weiter pflegen.“ Bad Bevensen darf sich also in den kommenden Jahren auf internationale Gäste einstellen. Klassen, die Interesse an internationalem Austausch haben, mögen sich darum beim Gustav-Stresemann-Institut melden.

„Wir brauchten hier niemanden mit Nickelbrille. Erwachsenenbildung braucht Netzwerke – und die hat er“, betont Bodo Fröhlich, der Ende des Monats nun die Leitung des Instituts abgeben wird. Mit seinem Nachfolger seien er und auch das gesamte Einrichtungsteam zufrieden.

Von Wiebke Brütt

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