CDU-Fraktion stellt Antrag auf Resolution der Kurstadt für Gleichbehandlung

HVV-Anschluss für Bad Bevensen auf Landeskosten

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Die Anbindung an den HVV ist für die Kurstadt Bad Bevensen von großer Bedeutung – aus diesem Grund will die CDU im Bevenser Stadtrat eine Resolution, nach der das Land Niedersachsen einen Anschluss an die Elbmetropole finanzieren sollte.

ib Bad Bevensen. Einen Vorstoß für die weitere Anbindung – zumindest des nördlichen Landkreises – an den Hamburger Verkehrsverbund (HVV) unternimmt jetzt die CDU-Fraktion im Bad Bevenser Stadtrat.

Sie beantragt, der Rat möge eine Resolution beschließen, nach der das Land Niedersachsen aufgefordert werde, „mit dem Hamburger Verkehrsverbund die Aufnahme des Bahnhofs Bad Bevensen in den HVV-Tarif zu vereinbaren und die Kosten vollumfänglich analog der Landkreise Lüneburg, Harburg und Stade auszugleichen.“

Was auf den ersten Blick ambitioniert klingen mag, wäre für den CDU-Fraktionsvorsitzenden Jürgen Schliekau lediglich die Erfüllung des Prinzips der Gleichbehandlung. „Für den Kur- und Erholungsort Bad Bevensen ist es von strategischer Bedeutung, in den Plänen des Hamburger Verkehrsverbundes genannt zu werden“, argumentiert er in besagtem Antrag. „Wir versprechen uns davon eine erhöhte Aufmerksamkeit bei potenziellen Gästen und Wohnungs- sowie Eigenheiminteressenten.“

Bereits 2004 habe die Niedersächsische Landesregierung für die Landkreise Lüneburg, Harburg und Stade die Aufnahme in den Hamburger Verkehrsverbund vereinbart, so Schliekau. „Dabei hat das Land Niedersachsen vollumfänglich den Kostenausgleich für den Schienenverkehr übernommen.“ Auch Dannenberg sei zwischenzeitlich mit in den HVV aufgenommen worden – mit voller Kostenübernahme durch das Land, betont Schliekau. Auch für die hiesige Region sollte genau das finanzierbar sein, meint der CDU-Fraktionsvorsitzende: „Die vom Bund ab 2016 zugesagte Erhöhung der Regionalisierungsmittel von 636,4 Millionen Euro auf 690,0 Millionen Euro bietet dem Land ausreichenden Spielraum für eine Kostenübernahme.“

Wie berichtet, ist der Landkreis Uelzen seit Anfang 2014 mit einem sogenannten Übergangstarif an den HVV angebunden. Pendler mit Zeitkarten benötigen dadurch statt zwei Fahrscheinen nur noch ein Ticket und können etwa 15 Prozent günstiger in die Elbmetropole und wieder zurück fahren. Die Finanzierung dieses Tarifs übernimmt der Landkreis Uelzen.

Von Ines Bräutigam

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