„Starke Eltern – Starke Kinder“: Kinderschutzbund Bevensen zieht Bilanz

Hilfe für Alltag mit Nachwuchs

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Gudrun Krieg und Astrid Probst stärkten Eltern in ihrem Kursus den Rücken.

Bad Bevensen. „Noch mehr Zeit, noch mehr Themen“, die Wünsche der knapp ein Duzend Teilnehmenden am Kinderschutzbund-Kursus „Starke Eltern – Starke Kinder“, waren deutlich.

Die Erfahrungen, Tipps, Hilfestellungen, Aufgaben, die sie an neun Abenden zu bewältigen und im Alltag zu erproben hatten, boten den Eltern enorme Hilfestellung und halfen die kindlichen Entwicklungsphasen zu verstehen. Die Abende schärften den Blick und sensibilisierten die Teilnehmer dafür, die Kinder bewusster in den Blick zu nehmen und stärkten das Selbstvertrauen der Eltern.

Die beiden Kursleiterinnen Gudrun Krieg und Astrid Probst stehen noch ganz unterm Eindruck der intensiven Arbeit mit den vielen Müttern, zwei Vätern und der einen Großmutter, die aus Ebstorf, Himbergen und vor allem Bad Bevensen kamen. „Uns war es besonders wichtig, Praxisbeispiele im Rollenspiel zu erproben und miteinander die Probleme und mögliche Lösungsversuche zu erörtern“, erklärt Gudrun Krieg. „Der Austausch war für die Teilnehmer ungeheuer wichtig, zumal sie ähnliche Probleme mit den Kindern hatten und jetzt Erleichterung im Umgang mit den Kindern im Alltag und mit den Problemen erfahren.“

Theorie und Selbsterfahrung bestimmten die letzten neun Wochen. Hauptziele lagen in der Klärung der eigenen Werte- und Erziehungsvorstellung. „Uns war es wichtig, die Erziehenden in ihrer Identität zu stärken“, erläutert Gudrun Krieg.

Oft seien die Väter und Mütter an ihren Grenzen, überfordert mit den Konflikten, Nervenkrisen, die sich böten: vom Geschwisterstreit über Generve beim Anziehen, Essen und mehr. Was kann man tun? Nach wenigen Impulsen der beiden Kursusleiterinnen entwickelten die Teilnehmenden eigene Strategien. Gar nicht so einfach, den Kindern geduldig zuzuhören, nachzufragen und nicht gleich – unter dem äußeren Druck – auszurasten, sondern das Kind in seinen Gefühlen wahrzunehmen und gelassen bleiben. Klare Kommunikationsregeln gehören dazu und die Fähigkeit die Probleme klar zu erkennen und zu lösen. „Wir haben durch unsere Arbeit erfahren, dass es eine zentrale Aufgabe ist, Eltern Hilfen in der Erziehung anzubieten. Erziehung von Kindern und Jugendlichen ist in der heutigen Zeit eine große Aufgabe und Herausforderung für Eltern“, bilanziert Astrid Probst.

Die Rückmeldung der Teilnehmenden ist positiv. Der Wunsch nach einem vertiefenden Wochenendseminar wurde klar ausgesprochen und die Bitte nach einem Kursus, in dem es um pubertierende Kinder und Jugendliche geht. „Das kommt beim nächsten Kurs an die Reihe“, versprachen Astrid Probst und Gudrun Krieg bereitwillig.

Von Ute Bautsch-Ludolfs

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