Aktionstag im Landkreis: Absperrband und gedämpftes Licht im Verkaufsraum / Pauschale gefordert

Heute machen Apotheker ernst

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Aktionen für Aufmerksamkeit: Apotheken fordern, dass der Bund sein Versprechen einhält und eine Notdienstpauschale einführt. Kunden müssen sich heute auf Einschränkungen einstellen.

Bad Bevensen/Landkreis. Den Tag zur Nacht machen heute viele Apotheken bundesweit – sie wollen ihre Kunden in der Zeit von 12 bis 13 Uhr nur durch die sogenannte Notfallklappe bedienen. Der Grund: Die Apotheker wollen den Druck auf die Politik erhöhen.

Denn im vergangenen Jahr hatte Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr versprochen, eine Notdienstpauschale einzuführen, umgesetzt wurde die Idee bisher nicht. Die Inhaber der Apotheken im Landkreis Uelzen haben zu dem heutigen Aktionstag eine ambivalente Meinung – Kunden sollten sich in der Mittagszeit zwar auf Störungen im Betrieb einstellen, von einer flächendeckenden Aktion kann aber nicht die Rede sein.

„Wir haben mit den anderen Kollegen, auch mit denen aus Uelzen, gesprochen und sind uns einig: Bei dem Wetter wird der Dienst durch die Notfallklappe nicht praktikabel sein“, erklärt Silke Habeg für die Bad Bevenser Apotheke am Bahnhof sowie Rats- und Kurapotheke. „Wir wollen auf uns aufmerksam machen, aber keine kranken Menschen quälen.“ Beteiligen wollen sie sich darum dennoch an der bundesweiten Aktion – und zwar nicht nur die vorgeschlagene eine Stunde um die Mittagszeit: Mit abgedunkelten Räumen, Plakaten im Fenster und Informationszetteln wollen sie den ganzen Donnerstag über auf die Situation der Apotheker aufmerksam machen.

Von Wiebke Brütt

Die Hintergründe lesen sie am heutigen Donnerstag in der AZ.

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