Töpfermarkt im Kurpark in Bad Bevensen / Künstlerisch gestaltete Keramik im Angebot

Handgemacht mit Liebe zum Detail

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Töpferin bei der Arbeit im Bevenser Kurpark. Sie ist die einzige, die ihre Arbeit beim Töpfermarkt vorführt.

Bad Bevensen. Schüsseln, Schilder für Kräuter, Gartendekoration, schnuckelige Wohnaccessoires – allesamt in vielen Farben, Formen und oft mit filigranen Zeichnungen, Mustern und Schriften dominierten den diesjährigen Töpfermarkt in Bad Bevensen am Wochenende.

Viel handgemachte Keramik wird an den Ständen angeboten, Unverwechselbares für den Geschirrschrank.

Natürlich open air. Waren sonst Regenschirme, Pfützen auf Wegen und wabernder Rasen angesagt, gab es diesmal Sonne satt im Kurpark.

Das letzte Augustwochenende in Bevensen ist nicht nur bei Töpfern ein festes Datum, sondern auch bei Einheimischen, Gästen und Besuchern, die oft extra anreisen. „Es gibt ja auch jede Menge zu sehen“, so Daniela L. aus Deutsch-Evern. Sie nahm sich Zeit, schlenderte von einem zum anderen Stand, nahm viele Stücke in die Hand, um sie genauer anzuschauen und sich zu informieren. Letztlich entschieden hat sie sich für einen schön Krug mit Mohnmotiven. „Für Milch, Getränke und sonst was, Blumen werde ich nicht hinein stellen.“ Geht ja auch, denn der handgefertigte Krug ist hoch gebranntes Steinzeug und vor allem geschirrspülmaschinenfest.

Lustige Vögelchen baumeln an seidenen Fäden.

Vielen Stücken sieht man die Liebe zum Detail, besondere Ideen, das Handgefertigte an – eben absolute Einzelstücke. Kleinen Anhängern mit Sprüchen und Lebensweisheiten etwa. So heißt es: „Blumen sind das Lächeln der Natur.“ Blumen zum Selbstpflücken schienen sowieso der Renner, der Trend auf dem diesjährigen Markt. Gleich an mehreren Ständen gab es Keramikblumen unterschiedlicher Blüten und Farben. Natürlich waren Besonderheiten zu entdecken, etwa der wendländische Dickbauch-Drachen, Okarinas aus Bulgarien, auf denen lieblich musiziert wurde, oder Käseteller mit durchlöcherten Mäuschen.

Über diverse Techniken war etwas zu erfahren. Leider gab nur eine Anbieterin direkt Einblick in die Herstellung. Sie hatte Ton, Wasser und Töpferscheibe dabei.

Von Ute Bautsch-Ludolfs

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