Bad Bevensen: Interessengemeinschaft Lüneburger Straße macht mobil

Händler wollen Stadtfest

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Vor allem Musiker aus der Region bekamen auf der Bühne an der Lüneburger Straße beim diesjährigen Stadtfest ein Forum.

Bad Bevensen. Auch nächstes Jahr wird es ein Stadtfest in Bad Bevensen geben – obwohl die Bad Bevensen Marketing GmbH (BBM) in ihrem Wirtschaftsplan 2015 vorerst kein Geld für die dreitägige Veranstaltung eingeplant hat.

Denn die Interessengemeinschaft Lüneburger Straße, in der Privatleute und Gewerbetreibende organisiert sind, macht nach Bekanntwerden des aktuellen BBM-Etats mobil: „2015 wird es das Stadtfest in der Lüneburger Straße geben“, kündigt die Interessengemeinschaft im Internet auf ihrer Seite des sozialen Netzwerkes Facebook an.

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„Wir haben viele Ideen und werden uns ab Januar zusammensetzen, um konkret zu planen“, sagt Beate Schlecht im AZ-Gespräch. Die Inhaberin eines Bügelstudios an der Lüneburger Straße ist sich sicher: „Wenn wir hier in der Stadt etwas reißen wollen, müssen wir an einem Strang ziehen.“ Für das „Stadtfest Lüneburger Straße 2015“ schwebt ihr und ihren Mitstreitern unter anderem die Durchführung eines Bürgerfrühstücks am Sonntag vor. In diesem Sommer feierten die Anlieger der Lüneburger Straße mit ihrem eigenen, durch Spenden und ehrenamtliches Engagement ins Leben gerufenen Bühnenprogramm am Schulterschluss zur Medinger Straße Premiere. Ein Grund für ihr Engagement: Sie fühlten sich vom bisherigen Stadtfesttreiben, das sich vor allem rund um Kirchplatz und Kurpark abspielte, abgehängt. In enger Absprache mit der BBM dockten sie ihre Bühne an das Stadtfest an. „Es wäre sehr schade, wenn das Fest nicht mehr stattfindet – das ist das Highlight Bad Bevensens“, betont Alexandra Lorsche, Anliegerin und Gewerbetreibende der Lüneburger Straße, während sich ein Teil der Politik noch an den grundsätzlichen finanziellen Forderungen der BBM, die durch den Wirtschaftsplan 2015 vorgelegt wurden, abarbeitet: Als „maßlos und ungezügelt” bezeichnet Brigitte-Susanne Hendel-Andabaka, Vorsitzende der Fraktion Bürger für Bad Bevensen (BfB), die Forderungen der BBM, die derzeitig für 2015 mit einem Zuschuss von rund 1,3 Millionen Euro rechnet. Das wären 200 000 Euro mehr als bisher kalkuliert wurde. Der Bevenser Bürger werde zum 1. Januar 2015 mit höheren Steuern belastet, Leistungen wie der Eintritt in das Rosenbad würden weiter eingeschränkt und in den Tourismus werde konzeptionslos investiert, kritisiert die BfB. „Im Haushaltskonsolidierungskonzept der Stadt wird die weitere Senkung des Zuschusses an die BBM als Ziel festgelegt. Für uns ist das Verhalten unverständlich.“

Von Wiebke Brütt

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