Grünes Licht für eckige Leuchten

Katharina von Bock und Roland Klewwe präsentierten dem Bauausschuss die Leuchten-Modelle – die Wahl fiel auf das Exemplar, auf das Katharina von Bock ihre Hand gelegt hat. Foto: Bräutigam

Bad Bevensen. Rund oder eckig? Auffallende Lichtwirkung oder eher dezente? Die Auswahl der Beleuchtung für die neue Pergola im Bad Bevenser Kurpark will gut übelegt sein, und so diskutierten auch die Mitglieder des Bauausschusses ausgiebig über Farben, Formen und Lichtkegel. Grünes Licht gaben die Fraktionsvertreter am Ende für ein eckiges Modell.

Bauamtsleiter Roland Klewwe machte den Entscheidern im Ausschuss klar, dass eine Auswahl umgehend getroffen werden muss, da die Leuchten bereits in den Neubau der Pergola einbezogen werden müssen. Später sollen die Lampen die Wege im gesamten Kurpark säumen – eine Maßnahme, die allerdings erst im kommenden Jahr umgesetzt wird. Die Entscheidung für das Leuchten-Modell hatte also grundsätzliche Bedeutung.

Katharina von Bock von der Firma Brandi Lichtplanung aus Hamburg erklärte, dass man sich im Rahmen des Beleuchtungskonzeptes für den Bevenser Kurpark für solche Lichtquellen ausgesprochen habe, die selber eher reduziert sind. „Der Boden soll hell sein, nicht die Leuchte“, so Katharina von Bock. Man solle allein die Lichtwirkung sehen, vor allem auf den Gehwegen, aber nicht das Licht selber.

Nachdem sämtliche Eventualitäten besprochen waren – zum Beispiel auch, welcher Leuchten-Typ in welchem Maße vandalismusanfällig ist – konnte sich die Mehrheit der Ausschussmitglieder dem Favoriten des Lichtplanungsbüros anschließen. Allerdings bis auf die Ausschussvorsitzende Birgit Ahders (SPD): „Ich mag die eckige nicht leiden“, befand sie unumwunden, nahm aber sie die Mehrheitsempfehlung gelassen hin – „ist ja alles Geschmackssache“ – und enthielt sich ihres Votums.

Mit diesem breiten Konsens im Rücken kann das Bauamt nun die Ausschreibung starten, damit die insgesamt 15 Leuchten – jede davon kostet etwa 800 Euro – installiert werden können.

Neben diesen so genannten Poller-Leuchten werden die neue Pergola auch von kleinen LED-Spots und die umliegenden Bäume von Bodenstrahlern beleuchtet werden. Diese Leuchtkörper treten allerdings nicht in Erscheinung, weswegen hierfür eine Modellauswahl nicht erforderlich war. Der Bau der Pergola an sich ist zwar kostentechnisch im Rahmen, zeitlich allerdings nicht, wie Roland Klewwe den Ausschussmitgliedern berichtete. Die Fertigstellung der geschwungenen Holzkonstruktion samt Teichuferlandschaft und Sitzplätzen, die eigentlich zum Ende dieses Monats erfolgen sollte, wird sich um etwa vier Wochen nach hinten verschieben. Die Fertigung der individuell geformten Holzteile für das Pergola-Konstrukt ist derart anspruchsvoll, dass sich die Tischlerarbeiten länger als gedacht hinziehen, erklärte Klewwe.

Von Ines Bräutigam

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