Medingen: Kirchliche und politische Vertreter würdigen beim Weihfest ihre Arbeit und ihr Wirken

Großer Dank für Äbtissin von Kleist

Zusammentreffen der Nachfolgerin und Vorgängerin: Künftige Äbtissin Dr. Kristin Püttmann, Altäbtissin Gisela Rothbarth und die scheidende Äbtissin Monika von Kleist (von links). Fotos: Bautsch-Ludolfs

Medingen. Bevor sie im Oktober ihre Leitungsfunktion beendet, lud Äbtissin Monika von Kleist noch einmal zum Dank- und Weihfest ins Kloster Medingen ein. Doch von Kleist bleibt dem Konvent und Kloster weiterhin erhalten.

Trotzdem lenkten die Gäste ihre Aufmerksamkeit, auch nach dem Gottesdienst in der Klosterkirche, auf die Äbtissin. Sowohl bei der Begrüßung im Festsaal als auch beim anschießenden Beisammensein im Brauhaus mit zisterziensischen Schnittchen und frischer prickelnder Pfirsichbowle – die zehn Grußworte der Redner zielten alle in Richtung von Kleist.

Das Dank- und Weihfest, zu dem die Äbtissin am 24. August traditionell einlädt, hat eine lange Geschichte. Die Wurzeln des Klostersunds liegen in vorreformatorischer Zeit. Im Jahr 1241 wurde, alten Dokumenten zufolge, am St. Bartholomäustag, dem 24. August, die Einweihung der Klosterkirche in Altenmedingen festlich begangen. Auch die Weihung des Klosters Medingen im Jahr 1336 war eine Feier würdig. Nach dem Brand des Medinger Klosters, im Januar 1781, legte man die Wiedereinweihung auf den 24. August 1788.

Damals wie heute beginnen die Festlichkeiten mit einem Festgottesdienst, den die Äbtissin, der Konvent in Festornat, den Krummstab und der Heilige Mauritius halten. Sie lesen eine besondere Liturgie mit dem Salzgebet. Das soll daran erinnern und danken, dass das Salz Lüneburgs Segen über das Kloster Medingen brachte.

Pastorin Marion Römer, die geistliche Begleiterin der Evangelisch-lutherischehn Landeskirche Hannover für Stifte und Klöster, hob in ihrer Predigt hervor, dass „das Kloster Raum und Rahmen für eine Gemeinschaft ist, dessen Grund Jesus Christus ist“.

Im Anschluss begrüßten Äbtissin, Altäbtissin und Konvent im Festsaal die Gäste, die eine besondere Bindung und Beziehung zum Kloster haben. Im Brauhaus hielt Äbtissin von Kleist einen Rückblick auf das vergangene Jahr. Grußworte folgten.

Einen großen Dank an Äbtissin von Kleist sprach der Präsident der Klosterkammer, Hans-Christian Biallas aus: „Sie hat alles richtig gemacht.“ So habe sie das Kloster Medingen als geschützten Raum für die Damen des Konvents bewahrt, das Kloster geöffnet und „so den Menschen nach außen vermittelt, dass hier kein Museum ist.“ Auch von Seiten kirchlicher und politischer Vertreter fielen würdigende Worte. Im Schlusswort zeigte Priorin Gerda Schütze, die für den Konvent sprach, auf, was sich für von Kleist künftig ändern könnte, sofern sie es zuließe.

Von Ute Bautsch-Ludolfs

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