„Gesundheit gilt rund um die Uhr“

Da hielt es keinen mehr auf seinem Stuhl: Kneippianer in Bewegung zu afrikanischen Rhythmen.

Bad Bevensen. In Bewegung gebracht haben die vielen Abgeordneten bei der Jahreshauptversammlung des Kneipp-Bundes, Landesverband Niedersachsen-Bremen, nicht nur die löblichen Grußworte, der detailreiche Vortrag oder die Fülle der Tagesordnungspunkte, sondern vor allem auch die Trommelgruppe Bandala aus Hameln.

Die hatte der Landesvorsitzende Gerold Barre mitgebracht. Nicht nur in Bewegung – eines der fünf Elemente im Kneippschen Leitbild – brachte es die Teilnehmenden, sondern auch die Gäste sollten damit wachgerüttelt werden.

Deutlich appellierten der Landesvorsitzende und der Vorsitzende des Kneipp-Vereins Bevensen, Walter Adamovicz, dafür Sorge zu tragen, dass Bad Bevensen staatlicher anerkannter Kneippkurort wird und entsprechend einen Prädikatisierungsantrag voran zu bringen. „Ein Aufruf, mit beiden Händen die Chance zu ergreifen und die Zertifizierung zu erwirken“, so Adamovicz mit Blick zu Bürgermeister Bruno Losiak, stellvertretendem Samtgemeindebürgermeister Martin Feller und dem Geschäftsführer der Bad Bevensen Marketing GmbH (BBM), Uwe Winter. „Sie haben unsere Unterstützung“, so die klaren Worte des Landesvorsitzenden.

Nach sechs Grußworten und zwei Ehrungen stand etwas Besonderes an, eine „Seltenheit“, wie es der Landesvorsitzende Barre betonte. Er überreichte Petra Behn, Inhaberin der Bevenser Hotel-Pension Sonnenhügel, die Urkunde zur Zertifizierung als 50plus-Kneipp-Hotel und das entsprechende „Aushängeschild“ in Form einer Plakette dazu. „Es ist das erste 50plus-Kneipp-Hotel Deutschlands, hier wurden alle Voraussetzungen geschaffen, die sich unsere Kneippianer wünschen – alle fünf Elemente der Lehre kommen voll zum Tragen, ein gelungenes Projekt.“

„Gesundheit für alle – Orientierungen im 21. Jahrhundert“, lautete der Festvortrag, den Olaf Weinel, Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Niedersachsen, hielt. „Gesundheit gilt rund um die Uhr und ist ans Leben gebunden“, so der Referent. Man wisse zwar viel, aber nicht genug und nicht den Zusammenhang. „Der Blick ist verengt bei Gesundheitsfragen“ und „es ist schwer die Orientierung zu behalten“.

Er habe in seine m Zuständigkeitsbereich eher mit Problemen von Verbrauchern bei Krankenkassenabrechnung oder -wechsel zu tun. Dem Verbraucherschutz läge Klima-, Umwelt- und Naturschutz am Herzen. Patientenschutz sei nicht ureigenes Thema. Zusammenfassend stellte er eine Orientierungshilfe an erste Stelle: auf die eigene Gesundheit und die des anderen Rücksicht nehmen!

Von Ute Bautsch-Ludolfs

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