Geothermie in Bad Bevensen: Inhalte werden vor Verwaltungsausschuss öffentlich

Erste Ergebnisse im kleinen Kreis

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Im Spiel für die Bohrung nach Geothermie seien Standorte bis zu 1,2 Kilometer entfernt vom Stadtkern Bad Bevensens.

Bad Bevensen. „Wir favorisieren gerade einen Platz außerhalb der Stadt. Wir wollen eine Bohrung im Stadtzentrum vermeiden, weil sonst zum Beispiel der Schwerlastverkehr durch die Stadt müsste“, erklärt Professor Dr. Dieter Michalzik, Experte der GeoDienste GmbH in Garbsen, gestern in Bad Bevensen.

Im Spiel für die Bohrung nach Geothermie seien Standorte bis zu 1,2 Kilometer entfernt vom Stadtkern – entgegen erster Ideen, die die Suche nach Erdwärme am Parkplatz vor der Jod-Sole-Quelle vorgesehen hatten (AZ berichtete).

Die Standortfrage ist eine von vielen, die in der Phase I der Machbarkeitsstudie zur Geothermienutzung in der Kurstadt behandelt werden, die Michalzik derzeit im Auftrag der Stadt Bad Bevensen erstellt. Vorgestellt hat er gestern erste Ergebnisse seiner Untersuchungen – allerdings während einer öffentlichen Wahlkampfveranstaltung von CDU-Bundestagskandidat Henning Otte. Die Politik der Kurstadt wird offiziell erst am kommenden Dienstag, 2. September, über diese Phase der Machbarkeitsstudie informiert. In nicht öffentlicher Sitzung erfahren dann sieben der insgesamt 23 Ratsleute – nämlich diejenigen, die im Verwaltungsausschuss der Kurstadt vertreten sind – Dinge, die bereits gestern während der CDU-Veranstaltung angerissen wurden. Die Verwaltungsausschusssitzung hat die Geothermie als einzigen Tagesordnungspunkt.

Neben dem Standort verwies Professor Dr. Michalzik gestern vor knapp 30 Zuhörern – zum Großteil CDU-Mitglieder –, nachdem er auf die Entwicklung des Geothermie-Projekts in der Kurstadt Bad Bevensen eingegangen war, auch auf die mögliche Temperatur der zu nutzenden Sole im Erdreich unterhalb der Kurstadt. Diese liege wahrscheinlich über 80 Grad und sei damit höher als bisher gedacht. Ganz konkrete Angaben über die Wirtschaftlichkeit des Projekts könne er aber erst in einem halben Jahr machen, wenn Phase II der Studie abgeschlossen sei.

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