Hamburgisches Krankenhaus: Gelände als Standort im Gespräch

Demenzdorf am Kanal?

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Nur wenige Überbleibsel zeugen noch davon, dass auf dem Gelände an der Klein Bünstorfer Straße in Bad Bevensen ein Krankenhaus stand.

Bad Bevensen. Das Gelände des ehemaligen Hamburgischen Krankenhauses in Bad Bevensen ist im Gespräch als Standort für ein Demenzdorf. Das Gelände, das nahe des Elbe-Seiten-Kanals liegt, ist im Besitz des Landkreises Uelzen.

Nach AZ-Informationen sollte die Idee der neuen Nutzung gestern im nicht öffentlich tagenden Kreisausschuss Uelzens thematisiert werden. Die Sitzung fiel jedoch mangels Themen aus. Der nächste avisierte Termin für eine Kreisausschusssitzung ist der 28. Januar.

Das Konzept „Demenzdorf“ ist vor etwa drei Wochen von den Bad Bevensern Hans-Peter Hellmanzik und Ellen Laas, beide Mitglieder des SPD-Ortsverbands, ins Spiel gebracht worden. Nach Vorbild des niederländischen Pflegedorfs „De Hogeweyk“ nahe der 18 000-Einwohner-Stadt Weesp, in dem 152 Demenzkranke leben, könnte ihrer Meinung nach in Bad Bevensen eine Wohnanlage für 150 bis zu 300 Demenzerkrankte entstehen. Ziel ist es, die Bewohner des Demenzdorfes möglichst lange ihrem gewohnten Lebensstil entsprechend in einem geschützten Raum unterzubringen. Das heißt: Sechs bis sieben Demenzerkrankte leben in einer Wohngemeinschaft zusammen und werden bei der Bewältigung ihres Alltags – je nach ihren Bedürfnissen – von Pflegekräften, Ehrenamtlichen und Familienangehörigen unterstützt. Alle Häuser liegen an einem Rundweg, so dass sich die Bewohner zwar frei in der Anlage bewegen und Dinge des täglichen Bedarfs wie Supermarkt- oder Friseurbesuche in dem Dorf erledigen können, aber sich nicht verlaufen können, sondern immer wieder zuhause ankommen. Die gesamte Wohnanlage wird durch einen Zaun gesichert, der überwacht wird.

Gespräche mit potenziellen Investoren und Betreibern laufen bereits.

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