Verein „Bad Bevensen inklusiv e.V.“ hat sich gegründet / Verschiedene Kompetenzgruppen

Gegen alle Barrieren in der Kurstadt

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„Wir sind alle Inklusion“, sagen die Vorstandsmitglieder des neuen Vereins (von links): Harald Buchholz, Martin Feller, Michael Buntenbach, Alexandra Buntenbach, Cornelia Schulz und Katharina Schattat.

ib Bad Bevensen. Es geht nicht nur um die Barrieren vor den Füßen, sondern auch um jene in den Köpfen. Genau diese wollen die Mitglieder des neu gegründeten Vereins „Bad Bevensen inklusiv e. V.“ einreißen.

Denn sowohl Menschen mit Behinderung, Senioren, Kinder und Jugendliche sowie Migranten und Flüchtlinge sollen vom Einsatz der engagierten ehrenamtlichen Mitarbeiter dieses gemeinnützigen Vereins profitieren.

Über diesen Spendenbrief freuten sich die Vereinsmitglieder ganz besonders – zwölf Euro legten die vier Kinder bei.

Der Verein werde sich für ein barrierefreies Bad Bevensen stark machen, kündigt der frisch gebackene Vorstand an: 1. Vorsitzender ist Michael Buntenbach, 2. Vorsitzender Martin Feller, Kassenwart Harald Buchholz, Schriftführerin Katharina Schattat, 1. Beisitzerin Alexandra Buntenbach und 2. Beisitzerin Cornelia Schulz. „Durch Kommunikation und Information lassen sich Denkweisen ändern, Ängste und Vorurteile abbauen, neue und gemeinsame Wege finden“, sagen sie. Das Ziel des Vereins sei, „Bad Bevensen für alle Menschen erlebbar zu machen“.

Da sich der Inklusionsverein breit aufgestellt hat, werden Arbeits- und Kompentenzgruppen gebildet. „Flüchtlingsarbeit“ ist aktuell eine sehr aktive Gruppe. Ehrenamtler kümmern sich hierbei um eine Kleiderkammer, um Beschäftigung und Ausbildung, um Deutschkurse und die Begleitung bei Arztbesuchen und Behördengängen.

„Es ist wichtig, durch diese Gruppen eine Struktur in den Verein zu bekommen“, sagt Alexandra Buntenbach, „denn es ist jede Menge Arbeit da.“ Informationen müssen gebündelt und aufbereitet werden, um sie sowohl Vereinsmitgliedern als auch Bürgern, Gewerbetreibenden, Schulen und Kitas sowie vielen weiteren Institutionen zur Verfügung zu stellen.

„Inklusion ist ein image- und werbeträchtiges Thema für Bad Bevensen“, meint der Vorstand des neuen Vereins. „Deshalb ist es wichtig, möglichst alle Unternehmen und Institutionen anzusprechen.“ Der Verein arbeitet eng mit Arbeitsagentur, Jobcenter, Schulen und Behörden zusammen und kann ihnen deshalb beratend zur Seite stehen, um die Integration – zum Beispiel von Flüchtlingen, aber auch von behinderten Menschen – stärker zu fördern.

Der Mitgliedsbeitrag des gemeinnützigen Vereins beträgt 25 Euro pro Kalenderjahr und Person. Menschen mit geringem Einkommen zahlen 10 Euro, der Familienbeitrag beträgt 40 Euro. Und die erste Spende hat der Verein auch schon erhalten: Vier Kinder – Anna, Paul, Tessen und Moritz – haben Kürbiskerne, die beim Kürbisschnitzen angefallen waren, geröstet und verkauft und die eingenommenen zwölf Euro kurzerhand gespendet.

Von Ines Bräutigam

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