Anwohner aus Almstorf verspricht Himbergens Bürgermeister Hinrichs, aufzuräumen / Er will Ende des „Theaterspiels“

Geduldsfaden bei Schrotthändler reißt

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Könnten die alten Gegenstände wie Ölfässer, nicht mehr genutzte Autos und Kindersitze schon bald verschwinden? Kommende Woche hat sich der Landkreis Uelzen für eine Begehung angesagt.

Almstorf. Die unendliche Geschichte um die alten Gegenstände wie Waschmaschinen, Kühlschränke oder Autoreifen, die Schrotthänder Horst Peter in Almstorf bei sich lagert (die AZ berichtete), geht in die nächste Runde.

Nun hat Peter die Behauptung zurückgezogen, dass Himbergens Bürgermeister Jürgen Hinrichs bei ihm gewesen sei, um Schrott abzuladen. „Das war nicht so“, sagt Peter gegenüber der AZ. Er entschuldigt sich für diese Aussage.

Hinrichs selber betont auch ganz deutlich, dass er nie Schrott bei Peter abgelegt habe. „Mein Sohn, der in Römstedt wohnt, hat einmal bei Herrn Peter angerufen und zu ihm gesagt, er kann Schrott abholen“, stellt Hinrichs klar.

Er war gestern bei Peter und hat ihn mit der von ihn getroffenen Aussage konfrontiert. „Während des Gesprächs hat Herr Peter mir versichert, dass er den Platz aufräumen und den Schutt beseitigen will“, sagt Hinrichs. Er könne ihm keine Fläche in der Gemeinde anbieten, wo Peter seinen Schrott lagern kann. Denn die Gemeinde habe kein geeignetes Grundstück.

Gibt es womöglich schon damit bald ein Ende der unendlichen Geschichte?

Schrotthändler Peter hat dem Bürgermeister gegenüber versichert, den Platz aufzuräumen. „Das ist mir egal, ob der Landkreis kommt oder nicht. Die Autos kommen hier alle weg. Ich lasse extra einen Freund aus Celle kommen, und dann geht das anders rund“, äußert sich Peter.

Der Schrotthändler hat keine Lust mehr auf das „Theaterspiel“. Vor allem wolle er jetzt Flagge zeigen und sich die Landwirte, die ihn aufgehetzt hätten, zur Brust nehmen. „Das ist eine Schweinerei, wie die mit mir umgegangen sind. Die haben mich angeschwärzt“, regt sich Peter auf. Er will erreichen, dass die ganze Hetzjagd gegen ihn aufhöre. „Ich verdiene damit mein Geld und lebe davon schließlich“, so Peter

Von Volker Althoff

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