Schon drei Attacken auf die Linde, die an Katja Krüger erinnert

Gedenkbaum geschändet

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Im Herbst 2015 wurde die Linde gepflanzt. An der Zeremonie nahm auch SoVD-Landesfrauensprecherin Roswitha Reiß teil. 

Bad Bevensen. Warum? Harald Stute fehlen die Worte und wieder schwirrt die Frage nach dem „Warum“ in seinem Kopf. Seiner verstorbenen Frau Katja Krüger wurde im Herbst 2015 ein Gedenkbaum an der alten Badeanstalt gepflanzt und ein kleiner Gedenkstein gelegt.

Damit sollte sie sichtbar gewürdigt werden. „Der Baum ist mehrfach geschädigt worden“, so Harald Stute fassungslos.

„Zweimal wurden die Stämme zur Baumstabilisierung schon herausgerissen und weggeschmissen und jetzt noch einmal die Hanfstreben, die den Baum vor Windböen und dem Entwurzeln schützen sollen, zerschnitten“, so Stute. Dem Bauamt wurden die ersten beiden Vorfälle gemeldet, es wurde alles wieder instand gesetzt. Das Wort Vandalismus fiel. Jetzt war es der dritte Vorfall. „Will da jemand Katja noch nach ihrem Tode schaden, gerade weil der Vorfall vor wenigen Tagen gerade auf ihren Geburtstag fiel?“, fragt Stute.

Katja Krüger, die im März 2015 verstorben war, hatte sich enorm engagiert für das Wohl anderer. Sie gehörte zu den Menschen, die den Inklusionsrat in Bad Bevensen ins Leben gerufen hatten. Sie war die dynamische, schwungvolle Frau, die sogar bis auf die Bundesebene beim Sozialverband Deutschland aktiv war. Ihr transplantiertes Herz hörte auf zu schlagen.

Gepflanzt wurde eine Linde“, so die Mutter Lotte Krüger. „Meine Tochter hatte stets eine lebendige Beziehung zur Natur. Hier waren wir oft spazieren und haben uns auf eine der Bänke gesetzt.“ Die Eltern sind bestürzt. Bei der Gedenkbaum-Pflanzaktion sei „die Linde als vielfältiges Symbol für Gerechtigkeit, Liebe, Friede, Heimat und mehr“ bezeichnet worden.

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