Langjähriger Leiter Bodo Fröhlich verabschiedet sich vom Gustav-Stresemann-Institut

Führungswechsel in Medingen

+
Der neue und der alte Chef: Martin Kaiser (links) und Bodo Fröhlich.

Bad Bevensen-Medingen. „Ich kenne ihn über Jahrzehnte, war über 30 Jahre regelmäßig hier im Gustav-Stresemann-Institut. Bei Seminaren, meist im Bereich Sprache und Malerei. Bodo Fröhlich war immer offen, zugewandt, hilfsbereit, das habe ich so geliebt und genossen.

Der neue Leiter wird es nicht leicht haben“, meint Sitznachbarin Hedi Timm aus Hamburg vor dem offiziellen Beginn der Verabschiedung in den Ruhestand von Institutsleiter Bodo Fröhlich und der Einführung seines Nachfolgers Martin Kaiser.

„Eine Bildungsstätte ist von ihrer Aufgabe her einem Wandel unterlegen, auch von den Menschen, die es prägen“, leitet der Vorstandsvorsitzende des Gustav-Streemann-Instituts (GSI), Professor Dr. Doll, den offiziellen Teil im Kreis von Vorstandsmitgliedern, Mitarbeitenden, Nachbarn, Weggefährten, Abordnungen und anderen Gästen ein. „Mit dem Leiter wechseln jedoch nicht die Aufgaben.“ Bodo Fröhlich habe seit 1985 das Institut in Medingen geprägt, vom pädagogischen Mitarbeiter bis hin zum Leiter. „Das Institut lebt von und mit den Menschen, die in ihm tätig sind.“

Der langjährige pädagogische Mitarbeiter und Vorsitzende des GSI-Betriebsrates, Kollege und Freund Klaus Junne, würdigte die Leistung und das positive Wirken Fröhlichs. Mit humorigen Worten, eher kommentierend, ließ er in einer Beamerprojektion Bilder von Fröhlich sprechen: Der junge Bodo Fröhlich am Schreibtisch, in einer Abschiedsrunde, verkleidet, beim Kochen… Zu sehen ist ein meist lächelnder, engagierter, kreativer Pädagoge und Institutsleiter, dem auch in weiteren Wortbeiträgen, etwa vom Vertreter des Arbeitskreises deutscher Bildungsstätten, seine Fachkompetenz, Leistungen und Sachkenntnis bescheinigt wird. Bodo Fröhlich beschwichtigt: „Man ist nur so stark wie die Mannschaft, die hinter einem steht.“

Als sechster Render hat der neue Institutsleiter Martin Kaiser das Wort. Er bringt in seine Tätigkeit umfangreiche Erfahrungen aus der politischen Bildung und internationalen Arbeit ein. So führte er beispielsweise Projekte mit Schulen aus alten und neuen Bundesländern durch, in denen die Teilung und Vereinigung Deutschlands im Mittelpunkt standen. Für internationale Seminare baute er Kontakte nach Polen, Litauen und Nordirland, in die USA und in den Nahen Osten auf. „Ich freue mich schon darauf, diese Arbeit am Gustav-Stresemann-Institut fortzusetzen“, betont der 52-jährige, gebürtige Rheinländer. „Die Schwerpunkte der Einrichtung und die Erfahrungen, die ich einbringen kann, passen sehr gut zusammen.“

Das in den 70er Jahren gegründete GSI fördert das politische und gesellschaftliche Verantwortungsbewusstsein von Jugendlichen und Erwachsenen und die europäische Zusammenarbeit. Weitere Schwerpunkte des GSI sind Sprachen, interkulturelle und internationale Arbeit sowie Fortbildungen für die professionelle Arbeit in Kindertagesstätten, Kultur und Persönlichkeitsentwicklung.

Ute Bautsch-Ludolfs

Kommentare