Thomas Fisahn ist stellvertretender Verwaltungschef von Bevensen-Ebstorf / Kritik aus dem Flecken

Führungsduo ist endlich komplett

Gratulation vom Chef: Bevensen-Ebstorfs Samtgemeindebürgermeister Hans-Jürgen Kammer (rechts) gratuliert seinem neuen Stellvertreter Thomas Fisahn. Foto: Nolting

Bad Bevensen. Das Ergebnis war knapp und die Wahl geheim: Mit 21 Ja-Stimmen wurde Thomas Fisahn zum stellvertretenden Samtgemeindebürgermeister von Bevensen-Ebstorf gewählt. Er ist damit der Stellvertreter von Hans-Jürgen Kammer.

Somit ist die Frage nach dem Stellvertreter-Posten geklärt, nachdem der bisherige Kandidat, der ehemalige Samtgemeindebürgermeister des Alten Amtes Ebstorf, Thorsten Wendt, als erster Wahlvorschlag von Kammer keine Mehrheit bekommen hatte. Doch auch der jetztige Amtsinhaber ist scheinbar nicht unumstritten, haben doch 13 politische Vertreter gegen ihn gestimmt. Eine Tatsache, die Kammer verwundert: „Ich habe mit der Politik im Vorfeld abgestimmt, welcher Kandidat eine deutliche Mehrheit bekommt.“

Werner Marquardt, Sprecher der CDU/FDP-Gruppe, verzichtete vor der geheimen Wahl auf ein Kommentar. Der Grund: Geht es um eine personelle Entscheidung, dann müssen die Zuschauer den Raum verlassen und nur die Politiker und Verwaltungsmitarbeiter hätten im Saal bleiben dürfen. „Das war nicht nötig, weil unser Wunsch innerhalb der Politik bereits bekannt war.“ Diesen Wunsch formuliert Ulf Schmidt, Ortsvereins-Vorsitzender der CDU Ebstorf: „Uns geht es nicht um die Person, sondern um den Raum, den sie vertritt.“ Heißt, in der Verwaltungsspitze der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf sollte ein Vertreter aus der ehemaligen Samtgemeinde Altes Amt Ebstorf sein. „Für uns wäre es wichtig, Fusion auf Augenhöhe zu betreiben“, erklärt Schmidt. Die Ängste und Bedenken bei vielen Ebstorfern seien groß, so der CDU-Vertreter. Der Ebstorfer betont, dass sein Einwand keine Kritik an Thomas Fisahn sei. Zur Nicht-Wahl von Thorsten Wendt, ein Vertreter aus Ebstorf, äußert sich Schmidt auch: „Wir hatten mit Herrn Liestmann einen eigenen Kandidaten.“ Die Ebstorfer hoffen nun, dass der dritte Mann in der Verwaltung ein Ebstorfer wird – und haben mit Wilhelm Oehlstorf schon einen geeigneten Kandidaten im Auge. Schmidt: „Wir hoffen, dass er die Stelle annimmt.“

Von Jörn Nolting

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