Frühschwimmen in Bad Bevensen wird teurer

BAD BEVENSEN - Kassensturz: Nach der ersten Saison, in der die Frühschwimmer Bad Bevensens ihren morgendlichen Sprung ins Nass selber organisiert haben, muss nachjustiert werden. Statt 20 Euro Beitrittsgebühr sammeln die Sportler diesen Sommer 25 Euro von jedem aktiven Schwimmer ein.

Der Grund: am Saisonende 2013 hatte der Verein, mit dem sich die Frühschwimmer der Schwimmschule Förstel angeschlossen und so ihre Schwimmzeiten gesichert hatten, 1488 Euro Minus gemacht.

Die Beckenaufsicht, die durch die Schwimmschule gewährleistet wurde, sowie die technische Überwachung der Schwimmanlage durch Personal der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf, die das Rosenbad betreibt, hatten stärker zu Buche geschlagen, als erwartet. „Dieses Defizit wurde ausgeglichen mit den Werbeeinnahmen von 600 Euro und privat von zehn Frühschwimmern“, teilt Jürgen Cahnbley, Sprecher der Frühschwimmer-Initiative mit.

Damit 2014 nicht wieder wenige für alle blechen müssen, erhöhen die Frühschwimmer ihren Mitgliedsbeitrag. Offen stehen soll das Rosenbad den Frühschwimmern in der Saison, die am 6. Mai beginnt, wie gehabt dienstags bis freitags von 6 bis 9 Uhr. Neben dem Grundbeitrag zahlt jeder Frühschwimmer pro Badbesuch drei Euro.

Dadurch, dass die DLRG-Aufsicht von den Schwimmern gestellt werde, könnten sie das Frühschwimmen in eigener Regie durchführen, erklärt Cahnbley: „Wir müssen keine zusätzlichen Versicherungskosten aufbringen“, erklärt Chanbley. Damit ihre Kalkulation aufgehe, müssten über die Saison täglich 30 Badbenutzer schwimmen. Durch weitere Sponsoren- oder Werbeeinnahmen wollen die Frühschwimmer ein zusätzliches Sicherheitspolster ansammeln. Interessierte können sich mit ihrem Werbewunsch an ihn wenden. Informationen zum Vereinsbeitritt gibt es bei Cahnbley unter (0 58 21) 20 13.

Zum Hintergrund: Die Frühschwimmer haben ihren Verein gegründet, weil die Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf vergangenes Jahr die Öffnungszeiten ihrer Bäder in Ebstorf und Bad Bevensen aus Kostengründen so verkürzt hatte, dass Frühschwimmen nicht mehr möglich gewesen wäre. Das Konstrukt: Die Samtgemeindeverwaltung stellt morgens im Bad Bevenser Rosenbad die technische Betreuung, und die Schwimmer organisieren die Aufsicht an den Becken. In Ebstorf fanden sich nicht genügend Frühschwimmer, dass sich eine ähnliche Konstellation lohnen würde. Durch die verkürzten Öffnungszeiten sollen nun rund 24 000 Euro eingespart werden – das jährliche Gesamtdefizit der beiden Bäder beträgt mehr als 700 000 Euro. - wb

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