Ist Fläche des Bundes die Lösung?

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Das Thema A 39 mit seiner Trassenverschwenkung bei Römstedt und dem Rasthof bei Hohnstorf beschäftigte auch die Gäste beim Grünkohlessen der CDU in Römstedt.

Römstedt - Von Ines Bräutigam. Kann eine Fläche nördlich von Hohnstorf, die sowieso schon dem Bund gehört, die Lösung eines Problems sein, das derzeit vor allem die Hohnstorfer umtreibt? Wie nämlich berichtet, wehren sich die Bürger dort gegen eine bei Solchstorf vorgesehene Tank- und Rastanlage im Zuge der A-39-Planungen. Besagte Fläche brachte nun ein Bürger beim Grünkohlessen des Römstedter CDU-Ortsverbandes am Freitagabend ins Gespräch, und der Ehrengast, Bundestagsabgeordneter Henning Otte, notierte sich die Anregung sofort.

Rund drei Dutzend Gäste waren ins Römstedter Dorfgemeinschaftshaus gekommen – nicht nur, um sich auf Einladung des Ortsverbandsvorsitzenden Arno Stüwe deftig verköstigen zu lassen und miteinander zu klönen, sondern vor allem auch, um sich von Otte und dessen Landtagskollegen Jörg Hillmer über Aktuelles aus der großen und kleinen Politik informieren zu lassen.

Neben Themen wie Wirtschaftsaufschwung, Winterdienst und Gorch Fock, Energiekonzepte, Bundeswehr- und Hartz-IV-Reform interessierte die Römstedter und ihre Gäste aus den Nachbargemeinden natürlich in erster Linie das Thema A 39. So berichtete Jörg Hillmer, dass er noch am Freitag ein Gespräch mit dem Leiter des Lüneburger Straßenbauamtes, Dirk Möller, geführt und darauf hingewiesen habe, dass die bei Römstedt geplante Verschwenkung in Richtung Ort wieder möglichst rückgängig gemacht werden müsse. „Und Herr Möller hat zugesagt, das zu prüfen“, so Hillmer.

In Sachen Tank- und Rastanlage sei es zwar eine gute Idee gewesen, dass Uelzen sich als Standort für einen Autohof bewerben will. „Das ist aber nicht so einfach machbar, was die Abstände der Rastanlagen zueinander angeht“, weiß Hillmer. Henning Otte kündigte an, dass er am heutigen Montag ein Gespräch mit Enak Ferlemann, dem parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung in Berlin habe. Dort will er im Hinblick auf vorgeschriebene Abstände zwischen Rastanlagen „Möglichkeiten abklopfen, ob gesetzliche Vorgaben auch etwas dehnbar sind“.

Ein Vertreter der Gemeinde Altenmedingen erinnerte außerdem daran, dass es im Zuge der Autobahnplanungen auch angemessene Entschädigungen für Landwirte geben müsse, die ihre Ackerflächen verlieren, und Jörg Hillmer versicherte: „Eine Schlechterstellung darf es nicht geben.“ Zurzeit sei es aber noch zu früh, um sagen zu können, ob es eine Flurbereinigung oder Flurneuordnung geben wird.

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